Am heutigen Mittwoch meldet der Main-Tauber Kreis leider 19 Neuinfektionen. Letzte Woche Mittwoch waren es acht. Damit geht die Inzidenz morgen erneut und kräftig hoch. Somit wird morgen auch die Inzidenz von 50 wieder überschritten. Die Sieben-Tage Inzidenz im Kreis liegt heute bei 46,1. Leider ist auch ein weiterer Todesfalls zu vermelden, sowie zwei weitere Fälle mit mutierten Viren.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-02-24
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist nach wie vor angespannt. Zur Zeit befinden wir uns immer noch auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Es herrscht aktuell allerdings noch ein Abwärtstrend, der gelegentlich durch Ausbrüche kurz unterbrochen wird. Daher kann auch die Berechnung des R-Wert für den Kreis derzeit keinen stabilen Trend ermitteln. Einige Viele Indikatoren deuten aber momentan auf einen echten und recht stabilen übergeordneten Abwärts-Trend hin. Es ist aber möglich, dass Vermutlich wird sich der Trend sich aber in eine Seitwärts- oder Aufwärtsbewegung verwandelt. Grund dafür könnte auch die zunehmenden Fälle mit mutierten Corona-Viren sein. Der Main-Tauber Kreis steht dennoch aktuell schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch und bewegen sich eher nach oben. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Nach wie vor gilt: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die bisher erfreuliche Entwicklung beizubehalten und zu stärken. Unachtsamkeit kann leider schnell wieder zum Ansteigen der Fallzahlen führen.

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Überblick über die Situation

Die Neuinfektionen sind in neun Kommunen des Kreises aufgetreten und damit erneut breit verteilt. Bei knapp der Hälfte (8) der 19 Fälle sind die Infektionsquellen bekannt. Momentan muss man nach wie vor alles in allem noch von diffusem Infektionsgeschehen im Kreis ausgehen. Für morgen errechnen wir anhand der Daten des Kreises eine deutlich steigende Sieben-Tage Inzidenz im Main-Tauber Kreis von gut 54. Damit deutet sich erneut eine Trendumkehr an. Die nächsten Tage können aber nach wie vor Überraschungen bringen.

Aufgrund der COVID19-Erkrankungen in der Altersgruppe ab 80 sind neue Todesfälle weiterhin nicht auszuschließen. Denn die treten fast immer mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auf. Mittlerweile nehmen die Erkrankungen in dieser besonders kritischen Gruppe aber deutlich ab. Das ist vermutlich auch Erfolg der Impfkampagne, besonders in den Pfelgeheimen. Stand heute Mittag befinden sich vier COVID-19 Patienten im Kreis auf der Intensiv-Station (gestern: 3, Grafik). Zwei Patienten muss dort auch künstlich beatmet werden (gestern: 1). Bitte beachten Sie, dass es sich keinesfalls um die gleichen Patienten handeln muss. Geheilte und auch Todesfälle „verlassen“ die Intensivstation, Neuaufnahmen kommen hinzu.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit einigen Tagen wieder. Die Entwicklung könnte mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung stehen, die der Politik seit einiger Zeit Sorge bereiten. Bei bei deren Ausbreitung erwarten Experten wieder einen starken Anstieg der Fälle. Das RKI hat in diesem Zusammenhang vergangenen Freitag vor einem „Wendepunkt“ bei der Entwicklung der Pandemie gewarnt. Dieser scheint eingetreten zu sein. Auch hier wird diese Woche vermutlich mehr Klarheit bringen. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell unter dem Bundes- und ungefähr gleich dem Landesschnitt.

Landrat spricht Hinterbliebenen sein Mitgefühl aus

Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch, 24. Februar, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von über 80 Jahren, die in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 64 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 44 im Jahr 2021. „Den Hinterbliebenen gilt unser tiefes Mitgefühl“, erklärte Landrat Reinhard Frank. 

Zwei weitere Fälle eines mutierten Virus

Gemeldete Corona-Infektionen mit Mutationen im Main-Tauber Kreis. Sicher aufgetreten dort ist bisher nur die Variante B.1.1.7. Eine Variante ist allerdings aktuell noch unklar. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis, Stand: 2021-02-24)

Bei zwei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe festgestellt. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 26 Fällen im Landkreis eine Virusmutation nachgewiesen. Bei allen Fällen wurde durch das Gesundheitsamt die Quarantänezeit auf mindestens 14 Tage verlängert. Dies betrifft auch etwaige Kontaktpersonen und deren Haushaltsangehörige.

Corona-Mutationen in Baden-Württemberg

Stand Mittwoch abend sind 3.544 Fälle aus 43 Kreisen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg bekannt. Um die Verbreitung dieser Varianten nachvollziehen zu können, untersucht Baden-Württemberg jede positive Probe auf Mutationen. Im Land wurden bisher primär B.1.1.7 („britische Variante“) und B.1.351 („südafrikanische Variante“) gefunden und seit 24.02. auch einige wenige Fälle von P.1 („brasilianische Variante“).

Corona Mutationen in Baden-Württemberg, Stand 2021-02-24
Die Entwicklung der Corona-Mutationen in Baden-Württemberg. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Landesgesundheitsamt)

Seit Anfang Februar handelt es sich bei den genannten Fallzahlen vermutlich um Fälle die am genannten Datum oder wenige Tage davor aufgetreten sind. Details dazu finden sie hier.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass das Auftreten von Mutationen, auch besorgniserregenden, nicht unerwartet ist. Die bekannten AHA+AL Regeln helfen auch gegen diese „Mutanten“. Wichtig ist aber, sie noch konsequenter einzuhalten. Das ist auch ganz unabhängig davon sinnvoll. Denn strikte Einhaltung der Regeln schützt natürlich auch vor der „normalen“ Corona-Variante, hilft die Inzidenz zu senken und bringt uns alle damit einem „Mehr an Normalität“ entgegen. Besonders wichtig ist es, unnötige Kontakte zu vermeiden. Treffen Sie sich nicht persönlich, wenn Sie die selbe Angelegenheit auch per Telefon oder Videokonferenz lösen können! Das ist nicht wirklich schön, schützt aber Sie persönlich und Ihre Mitmenschen.

Quarantäne für Pflegeheim in Igersheim aufgehoben

Nach Abschluss einer weiteren Flächentestung konnte die Quarantäne für das Seniorenzentrum „Schönblick“ in Igersheim aufgehoben werden.

Einmaliger Zuschuss für Vereine möglich

Vereine aus dem Zuständigkeitsbereich des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) – zum Beispiel Obst- und Gartenbauvereine, Kleingartenvereine, Streuobstvereine, Kleintierzuchtvereine, Imkervereine, Tierschutzvereine oder Fischereivereine – können eine ab sofort eine Unterstützungszahlung aus einem neuen Corona-Hilfsprogramm beantragen. Durch die Beschränkungen, die notwendig sind, um das Corona-Virus einzudämmen, wurden auch diese Vereine in der Umsetzung ihrer ideellen und gemeinnützigen Ziele erheblich getroffen. Viele der Aktionen und Veranstaltungen, die die Vereine planten, um ihre Tätigkeiten zu finanzieren, mussten in den vergangenen Monaten pandemiebedingt abgesagt werden. Das neue Hilfsprogramm soll jene Vereine, die durch die Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind, unterstützen und ihnen helfen, ausgelöste Liquiditätsengpässe zu mildern.

Die Unterstützungszahlung aus dem Hilfsprogramm erfolgt im Rahmen eines einmaligen Zuschusses und ist gestaffelt nach der Mitgliederstärke der Vereine zum 31. März 2020. Die Höchstbeträge werden wie folgt gestaffelt:

  • Vereine bis 100 Mitglieder: bis zu 3.000 Euro pro Verein,
  • Vereine von 101 bis 300 Mitglieder: bis zu 5.000 Euro pro Verein,
  • Vereine von 301 bis 700 Mitglieder: bis zu 7.000 Euro pro Verein,
  • Vereine ab 701 Mitglieder: bis zu 12.000 Euro pro Verein.

In Härtefällen kann die Unterstützungsleistung noch erhöht werden.

Beantragung über Dachorganisationen

Das Hilfsprogramm stellt eine freiwillige Leistung des Landes dar. Ein Rechtsanspruch auf die Gewährung einer Vereinshilfe besteht nicht. Die Bewilligung erfolgt nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel.

Die Existenzbedrohung der Vereine wird im Rahmen des Antragsverfahrens geprüft. Die Beantragung der Unterstützung erfolgt grundsätzlich über die jeweiligen Dachorganisationen wie Landes- oder Bezirksverbände der Vereine. Die Auszahlung erfolgt über das Ministerium an die Dachorganisationen, die die Zuschüsse an ihre Mitglieder weiterreichen. Vereine, die keinem Dachverband angehören, stellen den Antrag unmittelbar beim Ministerium. Fragen zum Hilfsprogramm können per Mail an Corona-Hilfe-Vereine-MLR@mlr.bwl.de gerichtet werden. Dachorganisationen aus dem Geschäftsbereich des MLR werden gebeten, sich unter dem Stichwort „Corona Vereinshilfe“ per E-Mail an Corona-Hilfe-Vereine-MLR@mlr.bwl.de mit dem MLR in Verbindung zu setzen.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

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Corona-Neuinfektionen der letzten 14 Tage im Main Tauber Kreis nach Alter der Infizierten. Achtung: die heutigen Neuinfektionen finden sich aufgrund der Meldewege zum RKI erst Morgen in der Grafik. Die Altersstrukturierung ist vom RKI vorgegeben, genauere Daten haben wir leider nicht. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 24. Februar, 19 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden. Es handelt sich in mindestens neun Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 18 Betroffene befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für ihre Kontaktpersonen wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3181.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-02-24
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 24.02., Quelle: Landratsamt in TBB)

Mittlerweile sind 52 weitere und damit insgesamt 3019 Personen wieder genesen. Derzeit sind 98 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 13 (+4), Boxberg: 9, Creglingen: 5 (+2), Freudenberg: 13, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 1, Igersheim: 1 (+1), Königheim: 1, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 6 (+2), Niederstetten: 9 (+1), Tauberbischofsheim: 4 (+1), Weikersheim: 2 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 25 (+5) und Wittighausen: 4 (+2).

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 70. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 14.482, Zweitimpfung 3.536.
(Stand 12.4., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 144,3 (18.04., rki)
BaWü: 174,4 (18.04., rki)
Deutschland 165,9 (18.04., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 143,5
Neuinfektionen
Main Tauber: 8 / 7 [18.04.]
BaWü 1410 / 2686 [17.04.]
Deutschland 11437 / 19185 [17.04.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 105/86 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 409 (19.04., tbb)
BaWü 37.691 (18.04., rki)
Deutschland 286.512 (18.04., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 4/4 | 6/6 [18.04.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Bürger von Großrinderfeld, Königheim, Tauberbischofsheim und Werbach können sich hier für Testungen anmelden.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich Angehörige eines Haushalts und eine weitere Person treffen (Kinder bis 14 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Seit Montag, 22.03. gilt die „Notbremse“ mit weitergehenden Einschränkungen

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Diese Information wird täglich automatisch aktualisiert und entsprechen immer dem Stand des aktuellen Tages. Newsletter via Messenger abonnieren.

Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.