An diesem Wochendende wurden 13 neue Corona-Infektionen im Main-Tauber Kreis gemeldet. Davon sieben am Samstag und sechs am heutigen Sonntag. Letztes Wochenende waren es noch 21 Fälle, die allerdings alle am Samstag. Insgesamt also erfreulicherweise wieder weniger. Die Sieben-Tage Inzidenz im Kreis liegt heute bei 43,1 und damit erstmals seit Mitte Oktober letzten Jahres unter 50. Sie wird morgen allerdings wieder etwas steigen. Das liegt daran, dass es heute sechs Fälle gab und Sonntag vor einer Woche keinen. Sie bleibt aber unter 50.

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. seit Mitte September 2020. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist nach wie vor angespannt. Zur Zeit befinden wir uns aktuell immer noch auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Seit einigen Tagen befinden wir uns wieder in einer Seitwärts-Bewegung ohne echten Anstieg oder Abnahme der Fälle. Dies bestätigt auch Es herrscht aktuell allerdings ein Abwärtstrend, der gelegentlich durch Ausbrüche kurz unterbrochen wird. Daher kann auch die Berechnung des R-Wert für den Kreis derzeit keinen stabilen Trend ermitteln. Alle Indikatoren deuten aber momentan auf einen echten und recht stabilen übergeordneten Abwärts-Trend hin. Bei kurzfristiger Betrachtung scheint sich aber wieder ein Abwärtstrend zu bilden. Der Main-Tauber Kreis steht dennoch aktuell schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch, zeigen jedoch einen Abwärtstrend. Seit einigen Tagen fallen Sie allerdings nur noch schwach. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Nach wie vor gilt: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die bisher erfreuliche Entwicklung beizubehalten und zu stärken. Unachtsamkeit kann leider schnell wieder zum Ansteigen der Fallzahlen führen.

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Überblick über die Situation

Heute sind acht Kommunen im Kreis von Neuinfektionen betroffen. Die Fälle sind insgesamt nach wie vor relativ breit über das Kreisgebiet verteilt. In 7 der 13 Fälle sind die Infektionswege bekannt. Alles in allem ist aber weiterhin von diffusem Infektionsgeschehen im Kreis auszugehen. Für morgen errechnen wir anhand der Daten des Kreises eine leicht steigende Sieben-Tage Inzidenz im Main-Tauber Kreis von gut 47. Aufgrund der vielen COVID19-Erkrankungen in der Altersgruppe ab 80 ist leider auch weiterhin mit Todesfällen zu rechnen. Denn die treten fast immer mit erheblicher zeitlicher Verzögerung auf. Stand heute Mittag befinden sich drei COVID-19 Patienten im Kreis auf der Intensiv-Station (gestern: 3, Grafik). Drei Patienten werden dort auch künstlich beatmet (gestern: 3). Bitte beachten Sie, dass es sich keinesfalls um die gleichen Patienten handeln muss. Geheilte und auch Todesfälle „verlassen“ die Intensivstation, Neuaufnahmen kommen hinzu.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land gehen aktuell zurück. Die neuen Coronavirus-Mutationen bereiten der Politik dennoch Sorge. Bei bei deren Ausbreitung erwarten Experten wieder einen starken Anstieg der Fälle. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell unter dem Bundes- und Landesschnitt.

Corona-Mutationen in Baden-Württemberg

Stand Sonntag Abend sind 1.810 Fälle aus 43 Kreisen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg bekannt. Um die Verbreitung dieser Varianten nachvollziehen zu können, untersucht Baden-Württemberg jede positive Probe auf Mutationen.

Corona Mutationen in Baden-Württemberg, Stand 2021-02-14
Die Entwicklung der Corona-Mutationen in Baden-Württemberg. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Landesgesundheitsamt)

Seit Anfang Februar handelt es sich bei den genannten Fallzahlen vermutlich um Fälle die am genannten Datum oder kurz davor aufgetreten sind. Details dazu finden sie hier.

In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, dass das Auftreten von Mutationen, auch „unangenehmen“ nicht unerwartet ist. Die bekannten AHA+AL Regeln helfen auch gegen diese „Mutanten“. Wichtig ist aber, sie noch konsequenter einzuhalten. Das ist auch ganz unabhängig davon sinnvoll. Denn strikte Einhaltung der Regeln schützt natürlich auch vor der „normalen“ Corona-Variante, hilft die Inzidenz zu senken und bringt uns alle damit einem „Mehr an Normalität“ entgegen. Besonders wichtig ist es, unnötige Kontakte zu vermeiden. Treffen Sie sich nicht persönlich, wenn Sie die selbe Angelegenheit auch per Telefon oder Videokonferenz lösen können! Das ist nicht wirklich schön, schützt aber Sie persönlich und Ihre Mitmenschen.

„Neustarthilfe“ für Soloselbstständige und Kleinstunternehmer/innen

Mit der neuen Corona-Überbrückungshilfe III fällt in Baden-Württemberg der bisher vom Land gezahlte fiktive Unternehmerlohn für Soloselbstständige und Kleinstunternehmer weg. Stattdessen gibt es künftig die sogenannte Neustarthilfe des Bundes. Die Neustarthilfe richtet sich an Soloselbstständige und Kleinstunternehmerinnen und -unternehmer mit weniger als einem Vollzeitbeschäftigten, die nur geringe Fixkosten haben. Im Rahmen der Neustarthilfe können sie einen Zuschuss zu den Betriebskosten für den Förderzeitraum Januar bis Juni 2021 erhalten, der nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet wird. Anstelle des ursprünglichen Höchstbetrags von 5.000 Euro können Antragsteller nun für sechs Monate einen Zuschuss von bis zu 7.500 Euro in der Neustarthilfe erhalten. Damit liegt der Bund sogar etwas über der monatlichen pfändungsfreien Obergrenze von 1.180 Euro, die Baden-Württemberg seinem fiktiven Unternehmerlohn zugrunde gelegt hatte.

Der besonderen Situation von Kulturschaffenden wird in der Neustarthilfe in bisher einmaliger Form Rechnung getragen. Bei der Bestimmung des für die Höhe der Unterstützung relevanten Referenzumsatzes werden nun auch die für die Kulturbranche typischen Einnahmen aus unständigen Beschäftigungsverhältnissen und kurz befristeten Beschäftigungsverhältnissen in den darstellenden Künsten berücksichtigt.

Der Katalog der förderfähigen Fixkosten in der Überbrückungshilfe III wurde, auch auf Forderungen aus Baden-Württemberg hin, deutlich erweitert. Dadurch, dass die Betriebe jetzt eine Förderung von Abschreibungen, baulichen Modernisierungs- und Renovierungsmaßnahmen sowie auch von Ausgaben für Digitalisierung erhalten können, fällt die Unterstützung aus der Überbrückungshilfe nun wesentlich höher aus. Weitere Informationen und Möglichkeit zur Antragseinreichung gibt es unter https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de 

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist corona_rki_altersverlauf-8128-45_tage_von__bis_2020-12-21_1200x628.png
Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist corona_altersstruktur_main-tauber-kreis_14_tage_von__bis_2020-10-22_700x400.png
Corona-Neuinfektionen der letzten 14 Tage im Main Tauber Kreis nach Alter der Infizierten. Achtung: die heutigen Neuinfektionen finden sich aufgrund der Meldewege zum RKI erst Morgen in der Grafik. Die Altersstrukturierung ist vom RKI vorgegeben, genauere Daten haben wir leider nicht. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Wochenende insgesamt 13 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon sieben am Samstag, 13. Februar, und sechs am Sonntag, 14. Februar. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens sechs Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen sowie um eine Person, die aus einem Risikogebiet im Ausland eingereist ist. Zwölf neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 3099.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-02-14
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 14.02., Quelle: Landratsamt in TBB)

Mittlerweile sind 23 weitere und damit insgesamt 2894 Personen wieder genesen. Derzeit sind 145 Personen aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 0, Assamstadt: 7 (+2), Bad Mergentheim: 12 (+1), Boxberg: 6 (+2), Creglingen: 0, Freudenberg: 15 (+1), Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 0, Igersheim: 61, Königheim: 2, Külsheim: 1, Lauda-Königshofen: 8 (+2), Niederstetten: 2 (+1), Tauberbischofsheim: 3, Weikersheim: 5 (+1), Werbach: 0, Wertheim: 20 (+3) und Wittighausen: 0.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 2.241, Zweitimpfung 909.
(Stand 22.2., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 53,63 (24.02., rki)
BaWü: 47,94 (24.02., rki)
Deutschland 61,80 (24.02., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 54,38
Neuinfektionen
Main Tauber: 19 / 3 [23.02.]
BaWü 1119 / 874 [23.02.]
Deutschland 11869 / 8007 [23.02.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 32/39 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 98 (24.02., tbb)
BaWü 11.702 (24.02., rki)
Deutschland 119.026 (24.02., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 4/2 | 3/1 [23.02.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Am 14. März ist Landtagswahl! Sicher wählen trotz Corona? Briefwahl ist eine gute Alternative. Wie das funktioniert, finden Sie beim SWR.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich nur Personen aus dem eigenen Haushalt mit einer weiteren aus einem anderen Haushalt treffen (Kinder bis 14 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 25. Januar)
  • Kitas und Schulen sind geschlossen bis 21. Februar
  • Die Corona-Impfung ist gestartet. Hier gibt es Details zur Anmeldung und Ablauf. Geimpft werden vor allem Menschen ab 80 Lebensjahren.

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Diese Information wird täglich automatisch aktualisiert und entsprechen immer dem Stand des aktuellen Tages. Newsletter via Messenger abonnieren.

Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
Bitte folgen Sie mir auf Facebook oder Twitter, um aktuelle Updates zu erhalten. Oder abonnieren Sie die Neuigkeiten mittels Telegram-Messenger.
Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.