Am heutigen Freitag meldet der Main-Tauber Kreis keine Neuinfektion. Letzten Donnerstag gab es ebenfalls keine Fälle Daher bleibt die Inzidenz heute gleich. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Neuinfektionen bei 2,3 (Tagesmeldung LGA 16.07.). In Wertheim gibt es vom 23. bis 27. Juli eine Sonderimpfaktion, bei der man sich ohne Anmeldung impfen lassen kann. Details unten.

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist erfreulich. Die Inzidenz liegt seit dem 23. Juni unter 5 und verharrt aktuell in diesem Bereich. Allerdings wurden ebenfalls seit dem 23. Juni Fälle der Delta-Variante gemeldet, die als deutlich ansteckender und vermutlich gefährlicher gilt. Hierdurch ergibt sich ein gewisses zusätzliches Risiko. Man sollte sich also nicht zu sehr in Sicherheit wiegen. Infektionszahlen können leider auch rasch wieder hoch gehen. Das hat die Vergangenheit gezeigt. Nutzen Sie aber auch die gute Lage, um wieder mehr Normalität zu genießen. Panik vor Delta ist unserer Meinung nach unangebracht. Mit etwas Achtsamkeit ist Vieles wieder möglich. Bitte helfen Sie mit, den guten Trend fortzusetzen und halten Sie sich an alle Maßnahmen! Weiterhin gilt es auch den R-Wert für des Kreises im Auge zu behalten. Wie gut der Kreis sich im Vergleich mit anderen Kreise in Baden-Württemberg schlägt, können sie hier nachsehen. Die Zahlen in Bund und Land sind mittlerweile auch erfreulich niedrig, fallen aber kaum noch. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis niedrig zu halten!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Sonder-Impfaktion in Wertheim

Das Kreisimpfzentrum Main-Tauber-Kreis (KIZ) bietet mit seinen Mobilen Impfteams von Freitag, 23., bis Dienstag, 27. Juli, eine Sonder-Impfaktion an. In diesem Zeitraum werden in der Rotkreuzklinik in Wertheim-Reinhardshof Corona-Schutzimpfungen ohne Voranmeldung angeboten. Es genügt, während der Impfzeiten in der Klinik vorbeizukommen und den Personalausweis sowie, falls vorhanden, das gelbe Impfbuch mitzubringen. Es wird ausschließlich der Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson eingesetzt. Bei diesem genügt eine Impfdosis, so dass kein zweiter Termin erforderlich wird. Die Impfung ist kostenlos.

Die Impfzeiten sind am Freitag, 23. Juli, von 15 bis 19 Uhr, am Samstag, 24., und Sonntag, 25. Juli, jeweils von 10 bis 14 Uhr sowie am Montag, 26., und Dienstag, 27. Juli, jeweils von 15 bis 19 Uhr. Die Sonder-Impfaktion richtet sich insbesondere an die Bürgerinnen und Bürger der Städte und Gemeinden Wertheim, Külsheim, Freudenberg und Werbach im nördlichen Teil des Landkreises. Diese müssen für eine Schutzimpfung im Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim längere Fahrtstrecken in Kauf nehmen.

Darüber hinaus können aber auch alle anderen interessierten Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Rotkreuzklinik kommen und eine Impfung erhalten. Das Angebot ist also ausdrücklich nicht auf Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises oder des Landes Baden-Württemberg beschränkt. Eine Impfung ist für Personen ab 18 Jahren möglich. Je nach Andrang können möglicherweise Wartezeiten entstehen. Bei der Sonder-Impfaktion wird von den Mobilen Impfteams des Kreisimpfzentrums kein anderer Impfstoff mitgeführt und kann daher auch kein anderes Präparat gewählt werden.

Landrat Christoph Schauder weist nochmals darauf hin, dass nach den Vorgaben der Landesregierung für den gesamten Landkreis nur ein einziges Kreisimpfzentrum eingerichtet werden durfte. „Umso mehr freut es mich, dass wir nun erstmals eine solche Aktion vor Ort anbieten können, weil endlich ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Es war für uns selbstverständlich, dass wir dies zunächst im Norden des Landkreises ermöglichen, da von dort aus die Fahrtstrecken zum KIZ am längsten sind. Es ist auch sehr erfreulich, dass uns die Rotkreuzklinik sowie die vier Kommunen bei dieser Aktion engagiert helfen. Die kommunale Familie im Main-Tauber-Kreis ist stark. Alle 18 Städte und Gemeinden im Landkreis ziehen bei der Pandemiebekämpfung seit 17 Monaten mit der Kreisverwaltung an einem Strang. Dies wird nun abermals eindrucksvoll untermauert.

Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez (Wertheim) freut sich sehr darüber, dass das Kreisimpfzentrum eine solche Vor-Ort-Aktion anbietet. „Deshalb unterstützen wir dieses Angebot bestmöglich. Wir haben Handzettel in Deutsch und sechs besonders verbreiteten Fremdsprachen erstellt und lassen diese in mehreren Stadtteilen, über die Kitas und Schulen sowie in Einrichtungen wie Tafelladen und Moschee verteilen. Auch über unsere Website und unsere Kanäle in den Sozialen Medien sowie mit einer Infomail an große Wertheimer Unternehmen werden wir alles tun, um möglichst viele Menschen für die Schutzimpfung zu gewinnen, die bisher noch nicht geimpft sind.“ Auch die drei anderen Kommunen im nördlichen Kreisgebiet unterstützen die Öffentlichkeitsarbeit für die Aktion nach Kräften.

Bürgermeister Thomas Schreglmann (Külsheim) macht deutlich, dass eine sehr hohe Impfquote in der Bevölkerung als wichtigstes Mittel im Kampf gegen die Corona-Pandemie gilt. „Die Corona-Schutzimpfung weist den Weg zurück in ein weitestgehend normales Leben.“ Deshalb hoffe er sehr, dass die Sonder-Impfaktion des Kreisimpfzentrums von möglichst vielen Menschen angenommen wird.

Auch Bürgermeister Roger Henning (Freudenberg) zeigt sich glücklich, dass nun solche flexiblen Aktionen möglich werden, zumal die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Freudenberg innerhalb des Landkreises den längsten Weg zum Kreisimpfzentrum haben. „Nun kommt das Kreisimpfzentrum für mehrere Tage in den Norden des Landkreises, dies ist wirklich sehr erfreulich.

Bürgermeister Ottmar Dürr (Werbach) hebt den besonderen Vorteil des Impfstoffs von Johnson & Johnson hervor, bei dem eine einzige Dosis genügt, um eine volle Immunisierung zu erreichen. „Somit besteht auch die Gelegenheit, noch vor einem Sommerurlaub in kürzester Zeit zu einem vollständigen Impfschutz zu kommen.“

Krankenhausdirektorin Cornelia Krause betont, dass die Rotkreuzklinik selbstverständlich die Räumlichkeiten für die Sonder-Impfaktion zur Verfügung stellt: „Auch in unserem Haus haben wir viele Patientinnen und Patienten behandelt, die von einer Corona-Infektion schwer getroffen waren. Es ist uns wichtig, dass diese schweren und oft langwierigen Fälle möglichst verhindert werden können. Dies ist nur durch Impfungen möglich. Die Rotkreuzklinik ist ein im nördlichen Landkreis bekannter und sehr gut erreichbarer Anlaufpunkt der medizinischen Versorgung, so dass wir gerne für die Bevölkerung und diese wichtige Initiative des Kreisimpfzentrums bereitstehen.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land sinken aktuell. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan unter dem Bundes- und Landesschnitt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurde am Freitag, 16. Juli, kein neuer Fall einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt weiterhin 5136.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-07-15
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 16.07., Quelle: Landratsamt in TBB)

Es sind derzeit acht Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen.  Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 4, Boxberg: 1, Creglingen: 0, Freudenberg: 0, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 0, Igersheim: 0, Königheim: 0, Külsheim: 0, Lauda-Königshofen: 1 (+1), Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 0, Weikersheim: 0, Werbach: 0, Wertheim: 2 und Wittighausen: 0.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 66,5 (27.09., rki)
BaWü: 79,3 (27.09., rki)
Deutschland 60,4 (27.09., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 67,2
Neuinfektionen
Main Tauber: 4 / 7 [26.09.]
BaWü 546 / 424 [26.09.]
Deutschland 4171 / 3022 [26.09.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 23/65 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 121 (27.09., tbb)
BaWü 19.902 (27.09., rki)
Deutschland 131.894 (27.09., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 4/1 | 4/1 [27.09.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.