Am heutigen Montag meldet der Main Tauber Kreis 22 Neuinfektionen. Am vergangenen Montag waren es acht Fälle. Entsprechend steigt die Inzidenz auch wieder. Die Fälle selbst dürften großteils noch vom gestrigen Sonntag sein. Da gab es nämlich ein Meldeproblem. So oder so ist aktuell aber davon auszugehen, dass die Inzidenz in den nächsten Tagen noch über 100 bleibt. Die Sieben-Tage Inzidenz liegt nach Meldung des LGA heute bei 114,8.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-04-26
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist kritisch. Zur Zeit befinden wir uns auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Die Zahlen bewegen sich im Moment auf sehr hohem Niveau seitwärts in einem breiten Korridor zwischen 100 und gut 200. Weiteres, auch sehr starkes, Wachstum ist allerdings nicht ausgeschlossen. Daher gelten seit 1. April Ausgangsbeschränkungen. Grund zur Besorgnis bieten insbesondere die mittlerweile vielen Fälle mit Corona-Mutationen, zunehmend auch mit der besonders Besorgnis erregenden Variante B.1.351 (erstmals in Südafrika entdeckt). Der R-Wert für den Kreis steigt ebenfalls. Der Main-Tauber Kreis steht besser schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch und wachsen. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Landrat versichert Angehörigen sein tiefes Mitgefühl

Das Gesundheitsamt hat am Montag, 26. April, einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Mann im Alter von über 60 Jahren, der in einem Pflegeheim lebte. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 84 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 64 im Jahr 2021. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen“, erklärt Landrat Reinhard Frank.

Quarantänen an Kindertagesstätte in Mondfeld und Grundschule in der Kreisstadt

Aufgrund eines Infektionsfalles beim Personal musste die Katholische Kindertagesstätte St. Martin Mondfeld im Gebiet der Großen Kreisstadt Wertheim geschlossen werden. Nach einem positiven Schnelltest wurden eine Klasse und eine Betreuungsgruppe der Grundschule am Schloss in Tauberbischofsheim vorsorglich in Quarantäne verfügt.

Drei weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei drei weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei insgesamt 720 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Landrat nutzt Möglichkeit der Impfung für alle Menschen ab 60 Jahren

Seit vergangener Woche sind in Baden-Württemberg alle Menschen ab 60 Jahren impfberechtigt, auch wenn keine weiteren Risikofaktoren vorliegen. Diese Möglichkeit hat Landrat Reinhard Frank umgehend genutzt und ganz regulär über die Plattform www.impfterminservice.de einen Termin im Kreisimpfzentrum (KIZ) in Bad Mergentheim gebucht.

Nachdem nun alle Menschen ab 60 Jahren impfberechtigt sind, ließ Landrat Reinhard Frank sich im KIZ in Bad Mergentheim mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen. Foto: Tobias Müller

Dort wurde ihm in der vergangenen Woche eine Dosis des Impfstoffs von AstraZeneca verabreicht, die er ohne Nebenwirkungen vertrug. „Besonders beeindruckt hat mich die reibungslose Organisation vor Ort im Impfzentrum“, berichtet Landrat Frank. Er ruft alle bereits impfberechtigten Bürgerinnen und Bürger des Main-Tauber-Kreises dazu auf, schnellstmöglich von ihrem Recht auf die Schutzimpfung Gebrauch zu machen. „Wer sich impfen lässt, schützt sich selbst insbesondere vor einem schweren Krankheitsverlauf. Er trägt aber auch einen wichtigen Teil dazu bei, dass wir alle die Pandemie möglichst bald überwinden und in ein normaleres Leben zurückkehren können“, erklärt der Landrat. Alle Bürgerinnen und Bürger, die sich noch nicht impfen lassen dürfen, bittet er noch um etwas Geduld, zumal inzwischen sowohl die Zentralen Impfzentren als auch die Kreisimpfzentren unter Volllast laufen und die Hausärzte flächendeckend bei den Impfungen mitwirken. Auch die verfügbaren Impfstoffmengen steigen stetig an.

Erstmals mehr als 5000 Impfungen in einer Woche im KIZ verabreicht

Im Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim haben in der Woche von Montag, 19. April, bis Sonntag, 25. April, insgesamt 4394 Erst-Impfungen und 737 Zweit-Impfungen stattgefunden. Damit erhielten seit dem Impfstart im Main-Tauber-Kreis insgesamt 22.033 Personen ihre erste und 4967 Personen ihre zweite Impfung durch das KIZ. Insgesamt wurden bisher also exakt 27.000 Impfdosen durch das KIZ verabreicht. Die vollständige Immunisierung besteht frühestens 14 Tage nach der zweiten Impfung.

„Mit insgesamt 5131 Erst- und Zweit-Impfungen wurde erstmals die Schwelle von 5000 Impfungen innerhalb von sieben Tagen überschritten. Das sind 1280 Impfungen mehr als in der Vorwoche. Es wurden somit von Montag bis Sonntag an jedem Tag im Schnitt 733 Impfungen verabreicht“, macht Erster Landesbeamter Christoph Schauder deutlich. Damit ist wie geplant erstmals nahezu die Vollauslastung von 750 Impfungen täglich erreicht worden. Auch in dieser Woche sind Impfungen mindestens in diesem Umfang geplant.

Seit dem 6. April impfen in Baden-Württemberg auch die Hausarztpraxen flächendeckend mit. Im Main-Tauber-Kreis nehmen laut Kassenärztlicher Vereinigung aktuell 63 Praxen an den Corona-Schutzimpfungen teil und haben bis einschließlich Sonntag, 25. April, bereits 4592 Impfdosen verabreicht. Darüber hinaus lassen sich weiterhin viele impfberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises im Zentralen Impfzentrum in Rot am See impfen.

Impftermine pünktlich wahrnehmen

Die Leitung des Kreisimpfzentrums stellt aktuell fest, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereits 45 bis 60 Minuten vor dem gebuchten Termin am KIZ erscheinen, so dass sich Ansammlungen vor dem Eingangsbereich bilden. „Dies ist absolut nicht notwendig. Wir bitten ausdrücklich darum, sich erst wenige Minuten vor dem gebuchten Termin vor dem Impfzentrum einzufinden. Früher kann auch kein Einlass gewährt werden“, erklärt hierzu KIZ-Leiter Dietmar Freidhof. Dabei sei auch zu bedenken, dass im Freien vor dem Impfzentrum weder ein Wetterschutz noch Sitzgelegenheiten oder ähnliches zur Verfügung stehen. Zudem könne eine zu frühe Anreise dazu beitragen, dass die Parkmöglichkeiten erschöpft sind, obwohl dies leicht vermeidbar wäre. l

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit Mitte Februar wieder. Das steht mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Montag, 26. April, insgesamt 22 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass am Sonntag aufgrund technischer Probleme in einem Labor kaum Befunde beim Gesundheitsamt eingingen und dafür am Montag entsprechend mehr Testergebnisse eintrafen. Die von den neuen Infektionsfällen betroffenen Personen leben im Gebiet von sieben Städten und Gemeinden. 21 neu Infizierte befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Es handelt sich in mindestens 14 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4653.

Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 25.04., Quelle: Landratsamt in TBB)

Inzwischen sind drei weitere und damit insgesamt 4152 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 417 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 1, Bad Mergentheim: 100 (+5), Boxberg: 26 (+1), Creglingen: 8, Freudenberg: 12 (+4), Großrinderfeld: 10, Grünsfeld: 9, Igersheim: 8 (+1), Königheim: 7, Külsheim: 40, Lauda-Königshofen: 38 (+8), Niederstetten: 14, Tauberbischofsheim: 47 (+1), Weikersheim: 9, Werbach: 3, Wertheim: 78 (+2) und Wittighausen: 5.

Wie sieht es auf den deutschen Intensivstationen aus – der DIVI Tagesupdate

Das DIVI Intensivregister überwacht die Auslastung der Intensivstationen. Als neuen Service bietet DIVI nun einen „Tagesupdate“ an, in dem von verschiedenen Verantwortlichen über die aktuelle Situation informiert, aber auch Forderungen und Kommentare der DIVI genannt werden.

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Wir hoffen, dass der DIVI Tagesupdate für unsere Leser nützlich ist und werden uns bemühen, ihn täglich mit einzubinden. Auch wir müssen hier aber noch Erfahrungen sammeln.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 60. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 28.714,
Zweitimpfung 6.960, in Arztpraxen: 10.755

(Stand 10.5., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 43,1 (12.05., rki)
BaWü: 128,5 (12.05., rki)
Deutschland 103,9 (12.05., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 43,1
Neuinfektionen
Main Tauber: 15 / 11 [11.05.]
BaWü 2841 / 2562 [11.05.]
Deutschland 17419 / 14909 [11.05.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 14/43 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 180 (12.05., tbb)
BaWü 37.315 (12.05., rki)
Deutschland 239.731 (12.05., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 8/6 | 7/5 [11.05.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Darüber hinaus bieten auch viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken Schnelltests an.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 13 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Unter anderem für Friseur-Besuche ist momentan kein negativer Schnelltest notwendig

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.