Am heutigen Mittwoch meldet der Main-Tauber Kreis 23 Corona Neuinfektionen. Letzten Mittwoch gab es laut Meldung des Kreises 30 neue Fälle. Die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg beträgt 1,99. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Hospitalisierungen (geschätzt) bei 1,5 und die der Neuinfektionen bei 61,0 (Tagesmeldung LGA 22.09.). Ab sofort sind Auffrischungsimpfungen auch für Personen ab 60 möglich. Die Zweitimpfung muss aber grundsätzlich mindestens sechs Monate zurück liegen.

Corona Kenndaten Baden-Württemberg
Aktuelle Stufe: Basisstufe
Hospitalisierungs-Inzidenz: 1,99 [-0,07 7T:-0,26]
Intensivbetten m. Covid: 202 [-1]
7-Tage Inzidenz gesamt: 80,7 [-3,1 7T:-13,7]
7-Tage Inzidenz geimpft: 18.1 [-0,1 7T:-1,7]
7-Tage Inzidenz ungemimpt: 182.8 [-7,6 7T:-29,9]
7-Tage R-Wert: 0,85 [+0,01 7T:-0,04]
Impfquote (vollständig): 62,0% [+0,1 7T:+0,9]
Stand: 22.09.; 7T=Vergleichswert Vorwoche

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist aktuell leider nicht mehr wirklich gut. Seit Mitte Juli steigen die Infektionszahlen wieder, und das teilweise sehr stark. Damit folgt der Kreis der Tendenz in Bund und Land. Entsprechend ist zu befürchten, dass die Neuinfektionen auch weiter steigen werden. Momentan bleiben sie aber auf hohem Niveau stabil. Aufgrund der Impfkampagne sind die Zahlen nicht mehr direkt mit den Corona-Wellen der Vergangenheit zu vergleichen. Geimpfte erkranken eher selten schwer (nach Daten des RKI sind bundesweit 90% der ins Krankenhaus eingelieferten nicht vollständig geimpft). Daher richten sich die Maßnahmen des Landes nicht mehr nach der Inzidenz der Neuinfektionen, sondern danach wie viele Menschen ins Krankenhaus kommen („Hospitalisierungsinzidenz“) oder mit Covid-19 auf der Intensivstation liegen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist für den Kreis leider nicht exakt bekannt. Wir berechnen allerdings einen groben Schätzwert. Für Maßnahmen sind Werte des Kreises aber ohnehin unerheblich, dann es wird immer das Land als ganzes betrachtet. Die Hospitalisierungsinzidenz steigt allerdings auch mit zunehmender Inzidenz der Neuinfektionen. Daher gilt es weiterhin, Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Bleiben Sie deshalb bitte unbedingt achtsam und vorsichtig. Und lassen Sie sich, wenn möglich, Impfen. Impfen schützt nicht nur Sie, sondern auch alle Mitmenschen und insbesondere Kinder, für die es unter 12 Jahren keine Impfung gibt. Wie gut der Kreis sich im Vergleich mit anderen Kreise in Baden-Württemberg schlägt, können sie hier nachsehen. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Lassen Sie sich impfen und nehmen Sie auch die Zweitimpfung wahr! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis wieder zu senken und niedrig zu halten!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Corona-Auffrischungsimpfungen nun ab 60

Ab sofort können sich in Baden-Württemberg bei individuellem Wunsch, nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung und ärztlicher Aufklärung auch Menschen ab 60 Jahren ein drittes Mal gegen das Coronavirus impfen lassen. Der Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz wurde zügig umgesetzt, damit besonders gefährdete Menschen weiterhin gut gegen einen schweren Krankheitsverlauf geschützt sind. Zwar sei die Zahl der belegten Intensivbetten derzeit relativ stabil, doch müsse die Situation sorgfältig im Auge behalten werden. Umso wichtiger sei es, die zahlreichen Impfangebote im Land wahrzunehmen, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Bedingungen, um eine Auffrischimpfung zu erhalten, sind der Nachweis über die Erst- und Zweitimpfung in Form des gelben Impfausweises, des digitalen Impfnachweises oder eines Ersatzimpfnachweises, ein Lichtbildausweis sowie im Fall von Personen mit Immunschwäche oder unter immunsuppressiver Therapie ein entsprechendes ärztliches Attest, ärztliche Vorbefunde oder ein Arztbrief.

Beschäftigte von medizinischen Einrichtungen müssen eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers mitbringen, aus der hervorgeht, dass sie bei ihrer Tätigkeit regelmäßig Kontakt zu Personen haben, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus besteht.

Auffrischimpfungen werden ausschließlich mit den mRNA-Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna vorgenommen. Erfolgten die ersten beiden Impfungen bereits mit einem mRNA-Impfstoff, so soll die Auffrischimpfung mit dem mRNA-Impfstoff desselben Herstellers verabreicht werden. Auch Personen, die eine Kreuzimpfung mit AstraZeneca und einem mRNA-Impfstoff erhalten haben, sollen den mRNA-Impfstoff desselben Herstellers als Auffrischimpfung erhalten.

Bereits seit Mittwoch, 1. September, können sich in Baden-Württemberg bestimmte Personen ein drittes Mal gegen das Coronavirus impfen lassen. Die Auffrischimpfungen werden beispielsweise für Menschen in Pflegeeinrichtungen, mit einer Immunschwäche oder für alle angeboten, die das 80. Lebensjahr vollendet haben. Voraussetzung ist immer, dass die Zweitimpfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Alle Gruppen, für die diese Impfung aktuell empfohlen wird, können zeitnah eine Auffrischimpfung bekommen. Bis Donnerstag, 30. September, kann diese noch im Impfzentrum erfolgen. Zusätzlich und in der Zeit nach Schließung der Impfzentren ist eine Auffrischimpfung bei der Hausärztin oder beim Hausarzt und bei der Betriebsärztin oder beim Betriebsarzt möglich. Zudem wird es noch 30 Mobile Impfteams im Land geben, die weiterhin Menschen direkt vor Ort in den Heimen und Einrichtungen impfen werden. Daneben sind Auffrischimpfungen auch bei den Vor-Ort-Impfaktionen in den Stadt- und Landkreisen möglich.

Sechs weitere Mutationen nachgewiesen

Bei sechs Infektionsfällen der vergangenen Tage wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Nunmehr wurde bei insgesamt 1655 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt. 

Die Zahlen in Bund und Land

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen aktuell wieder. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan im Bereich von Bundes- und Landesschnitt. Zu beachten ist allerdings, dass die Inzidenz der Neuinfektionen durch die Impfungen stark an Bedeutung eingebüßt hat und auch nicht mehr als Richtwert für Corona-Regeln genutzt wird.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Als zusätzlichen Service geben wir auch die Inzidenzen nach RKI-Altersgruppen an. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der geringen Bevölkerungszahl im Kreis auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können.

Corona-Inzidenzen nach Altersgruppen im Main-Tauber Kreis. Beachten Sie bitte, dass auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können. Daher ist die Grafik mit Vorsicht zu interpretieren! (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 22. September, insgesamt 23 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben in sieben Städten und Gemeinden des Landkreises. 21 Personen befinden sich in häuslicher Isolation und zwei Personen werden stationär behandelt. Es handelt sich in mindestens zehn Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen sowie um sechs Personen, die aus dem Ausland zurückgekehrt sind. Für die Kontakte der neu Infizierten wurde Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 5832.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 22.09.
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 22.09., Quelle: Landratsamt in TBB)

Die Zahl der Genesenen steigt um 21 Personen auf 5577. Somit sind derzeit 164 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Sie verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 42 (+6), Boxberg: 10 (+4), Creglingen: 4 (+1), Freudenberg: 8, Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 1, Igersheim: 8 (+2), Königheim: 5, Külsheim: 2, Lauda-Königshofen: 18 (+8), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 11, Weikersheim: 4 (+1), Werbach: 1, Wertheim: 44 (+1) und Wittighausen: 1.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 53,6 (21.10., rki)
BaWü: 123,3 (21.10., rki)
Deutschland 95,3 (21.10., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 58,9 (Prognose für morgen)
Neuinfektionen
Main Tauber: 18 / 23 [21.10.]
BaWü 5102 / 1237 [20.10.]
Deutschland 19572 / 16077 [20.10.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 13/58 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 114 (22.10., tbb)
BaWü 23.503 (21.10., rki)
Deutschland 150.242 (21.10., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 1/0 | 1/1 [21.10.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.