Am heutigen Montag meldet der Main Tauber Kreis keine Neuinfektionen. Montags sind es eigentlich immer wenig Fälle. Gar keine Fälle gab es aber zuletzt am 15. Februar, auch einem Montag. Am vergangenen Montag gab es hingegen sogar 22 Fälle. Entsprechend sinkt die Inzidenz heute sehr deutlich, und wird morgen daher zum vierten Werktag in Folge unter 100 liegen. Die liegt heute Abend liegt nach Meldung des LGA bei 82,3. Morgen früh wird sich dieser Wert voraussichtlich auch beim RKI finden. Auch bei den Impfungen gibt es wieder gute Fortschritte.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-05-03
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist kritisch. Zur Zeit befinden wir uns auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Nach der Unterschreitung der 100er-Marke am 28. April gehen wir nun von einem sinkenden Trend aus, der bereits am 16. April begann. Einzelne Tage mit steigenden Fallzahlen haben den Trend nicht dauerhaft brechen können. Aktuell erwarten wir in Summe eher weiter fallende Inzidenzen. Das ist allerdings noch recht unsicher und könnte sich jederzeit, auch rasch, ändern. Der R-Wert für den Kreis sinkt ebenfalls, insbesondere wenn man den langfristigen 28 Tage Schnitt betrachtet. Der Main-Tauber Kreis steht deutlich besser da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch, wachsen aber nicht mehr, bzw. nur noch gering. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis weiter zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Welche Tendenz nimmt der Kreis?

Aktuell hoffen wir weiter auf eine stabilen Abwärts-Trend. Dazu trägt auch bei, dass keine Mutationsfälle nachgemeldet wurde (Mutationen werden mit ein paar Tagen Versatz gemeldet). Treten morgen weniger als 36 Fälle auf, so kann die „Bundes-Notbremse“ am Freitag gelockert werden. Damit das sinnvoll erfolgen kann, ist ein stabiler Abwärtstrend aber auch wichtig – sonst greift die Bremse relativ schnell wieder.

Unserer Meinung nach besteht aber die berechtigte, wenn auch wie immer sehr unsichere, Hoffnung auf weiter sinkende Zahlen. Bitte tragen Sie mit dazu bei!

Details vom Kreis zur „Notbremse“

Wenn die Sieben-Tage Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100 liegt, entfallen die schärferen Regelungen der Bundesnotbremse am übernächsten Tag, also frühestens am Freitag, 7. Mai.

Solange die Bundesnotbremse greift, darf der ansonsten geschlossene Einzelhandel seine Kundinnen und Kunden nur nach Vorlage eines tagesaktuellen, negativen Schnelltestes einlassen. Die Pflicht zur vorherigen Terminvereinbarung („Click and Meet“) gilt auch beim Wegfall der Bundesnotbremse weiter, bis die Inzidenz mindestens fünf Tage lang unter den Wert von 50 gefallen ist. Von diesen Regelungen ausgenommen sind lediglich Geschäfte der Grundversorgung wie Supermärkte und Drogerien. Ebenfalls Teil der weiterhin geltenden Bundesnotbremse sind die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr und die Beschränkung privater Treffen auf einen Haushalt plus eine Person, Kinder bis zum 14. Geburtstag nicht mitgezählt.

Bisher fast 32.000 Impfungen durch das KIZ, fast 7500 durch Arztpraxen

Im Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim haben in der Woche von Montag, 26. April, bis Sonntag, 2. Mai, insgesamt 3781 Erst-Impfungen und 1165 Zweit-Impfungen stattgefunden. Das sind insgesamt 4946 Impfdosen bzw. im Schnitt 706 Impfdosen täglich von Montag bis Sonntag. Dabei fanden erstmals auch Zweit-Impfungen mit AstraZeneca statt.

Damit erhielten seit dem Impfstart im Main-Tauber-Kreis insgesamt 25.814 Personen ihre erste und 6132 Personen ihre zweite Impfung durch das KIZ. Insgesamt wurden bisher also 31.946 Impfdosen durch das KIZ verabreicht. Die vollständige Immunisierung besteht frühestens 14 Tage nach der zweiten Impfung.

Seit dem 6. April impfen in Baden-Württemberg auch die Hausarztpraxen flächendeckend mit. Im Main-Tauber-Kreis nehmen laut Kassenärztlicher Vereinigung aktuell 74 Praxen an den Corona-Schutzimpfungen teil, elf mehr als eine Woche zuvor. Sie haben bis einschließlich Sonntag, 2. April, bereits 7493 Impfdosen verabreicht, davon 2901 in der vergangenen Woche. Darüber hinaus lassen sich weiterhin viele impfberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner des Main-Tauber-Kreises im Zentralen Impfzentrum in Rot am See impfen.

Beschäftigte von Unternehmen der dritten Priorität bald impfberechtigt

Voraussichtlich von Mitte Mai an sind die Beschäftigten von Unternehmen der dritten Priorität entsprechend der Corona-Impfverordnung des Bundes in Baden-Württemberg impfberechtigt. Dazu zählen beispielsweise Beschäftigte im Lebensmitteleinzelhandel. Ebenfalls darunter fallen Personen, die in besonders relevanter Position in bestimmten Bereichen der kritischen Infrastruktur tätig sind, also Journalistinnen und Journalisten, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer oder Personen, die in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz (einschließlich des Technischen Hilfswerks), in der Justiz oder in der Rechtspflege tätig sind.

Als Vorbereitung auf diesen Öffnungsschritt hat die Landesregierung am Donnerstag, 29. April, eine Liste der entsprechenden Unternehmen und Bereiche veröffentlicht, deren Beschäftigten zur kritischen Infrastruktur zählen (KRITIS-Liste). Die entsprechenden Stellen können sich ab sofort vorbereiten und beispielsweise das Formular, das später als Impfberechtigung für die Mitarbeitenden dient, von der Webseite des Sozialministeriums herunterladen. Alternativ werden auch bereits durch die Branchen und Branchenverbände erstellte Musterformulare als Impfbescheinigung akzeptiert.

Für eine flächendeckende Impfung in den Betrieben durch die Betriebsärzte müsse zunächst der Bund noch weitere Voraussetzungen schaffen, teilte das Land mit. Unter anderem müssten die Betriebsärzte den Impfstoff direkt über den Pharmagroßhandel bestellen können. Solange diese Regelungen noch nicht getroffen wurden, werden sich die Beschäftigten dann auch in den Impfzentren impfen lassen können.

Aus Sicht des Sozialministeriums ist die schrittweise Öffnung der Impfterminvergabe der „seriösere Weg“, da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, um sofort allen Bürgerinnen und Bürgern sofort ein Impfangebot zu machen. Wie berichtet, hat am Montag, 3. Mai, zunächst die Terminvergabe für Menschen mit Vorerkrankungen wie beispielsweise bestimmten Herzerkrankungen oder Asthma begonnen.

Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sind Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das staatliche Gemeinwesen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung nachhaltig wirkende Versorgungsengpässe, erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit oder andere dramatische Folgen eintreten würden. Allerdings steht nach wie vor zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um allen Menschen zeitnah ein Impfangebot machen zu können. Deshalb ist auch innerhalb der KRITIS-Organisationen, -Einrichtungen und -Unternehmen eine Priorisierung notwendig. Die Vorgaben dafür sind in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegt, an denen sich das Land orientiert. Die Identifikation von Unternehmen der kritischen Infrastruktur liegt in Baden-Württemberg bei den jeweils zuständigen Ministerien, die gemeinsam die KRITIS-Liste erarbeitet haben.

Nunmehr sind die Unternehmen der kritischen Infrastruktur gebeten, zunächst genau zu prüfen, ob der eigene Tätigkeitsbereich innerhalb der kritischen Infrastruktur bevorzugt impfberechtigt ist. Für die Auswahl der in besonders relevanter Position Beschäftigten stellt die Landesregierung eine Handreichung mit Kriterien zur Verfügung.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit Mitte Februar wieder. Das steht mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell deutlich unter dem Bundes- und Landesschnitt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Montag, 3. Mai, keine neuen Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt damit weiterhin 4762. Ebenso wurden bei den bereits bekannten Fällen keine weiteren Virusmutationen nachgewiesen.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-05-03
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 03.05., Quelle: Landratsamt in TBB)

Darüber hinaus sind 26 weitere und damit insgesamt 4372 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 305 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 2, Assamstadt: 5, Bad Mergentheim: 73, Boxberg: 18, Creglingen: 9, Freudenberg: 17, Großrinderfeld: 6, Grünsfeld: 12, Igersheim: 2, Königheim: 3, Külsheim: 26, Lauda-Königshofen: 24, Niederstetten: 11, Tauberbischofsheim: 27, Weikersheim: 5, Werbach: 1, Wertheim: 62 und Wittighausen: 2.

Wie sieht es auf den deutschen Intensivstationen aus – der DIVI Tagesupdate

Das DIVI Intensivregister überwacht die Auslastung der Intensivstationen. Als neuen Service bietet DIVI nun einen „Tagesupdate“ an, in dem von verschiedenen Verantwortlichen über die aktuelle Situation informiert, aber auch Forderungen und Kommentare der DIVI genannt werden.

Heute wurde von DIVI kein Tagesupdate veröffentlicht.

Wir hoffen, dass der DIVI Tagesupdate für unsere Leser nützlich ist und werden uns bemühen, ihn täglich mit einzubinden. Auch wir müssen hier aber noch Erfahrungen sammeln.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 60. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 28.714,
Zweitimpfung 6.960, in Arztpraxen: 10.755

(Stand 10.5., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 43,1 (12.05., rki)
BaWü: 128,5 (12.05., rki)
Deutschland 103,9 (12.05., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 43,1
Neuinfektionen
Main Tauber: 15 / 11 [11.05.]
BaWü 2841 / 2562 [11.05.]
Deutschland 17419 / 14909 [11.05.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 14/43 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 180 (12.05., tbb)
BaWü 37.315 (12.05., rki)
Deutschland 239.731 (12.05., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 8/6 | 7/5 [11.05.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Darüber hinaus bieten auch viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken Schnelltests an.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 13 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Unter anderem für Friseur-Besuche ist momentan kein negativer Schnelltest notwendig

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.