Am heutigen Freitag meldet der Kreis 78 Neuinfektionen, deutlich mehr als vor einer Woche (45). Daher steigt die Inzidenz aktuell wieder. Die Sieben-Tage Inzidenz liegt nach der Pressemitteilung des Kreises heute bei 182,0. Außerdem werden neun weitere Mutationsfälle gemeldet. Neue Ausbrüche werden nicht aufgeführt. Die Zahlen dürften daher im Wesentlichen von den Testungen Anfang der Woche herrühren. Am Wochenende könnte eventuell noch einmal viele Fälle aufgrund dieser Testungen gemeldet werden. Über die Osterfeiertage (spätestens ab Montag) und Anfang der kommender Woche rechnen wir mit eher sinkenden Zahlen. Dies könnte allerdings an weniger Testungen und Meldeverzögerungen liegen.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-04-02
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)


Die Situation im Main-Tauber Kreis ist kritisch. Zur Zeit befinden wir uns auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Seit dem 19. Februar befindet sich der Kreis wieder in einem starken Aufwärtstrend. Am 19. März wurde die Inzidenz von 100 den dritten Tag in Folge überschritten und es gelten weitere Beschränkungen. Die Zahlen bewegen sich im Moment auf sehr hohem Niveau seitwärts in einem Korridor zwischen 150 und gut 200. Weiteres, auch sehr starkes, Wachstum ist allerdings nicht ausgeschlossen. Daher gelten ab 1. April Ausgangsbeschränkungen. Grund zur Besorgnis bieten insbesondere die mittlerweile vielen Fälle mit Corona-Mutationen. Der R-Wert für den Kreis steigt ebenfalls. Der Main-Tauber Kreis steht deutlich schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch und wachsen sehr stark (exponentiell). In Baden-Württemberg ist in der letzten Märzwoche mit zusätzlichen Beschränkungen durch das Land zu rechnen. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Hinweis: über die Osterfeiertage, und auch in der Woche danach, sind die Fallzahlen mit Vorsicht zu genießen und tendenziell eher etwas zu niedrig. Das liegt daran, dass zumeist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden. (siehe hierzu RKI-Lagebericht).

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Schulen in der ersten Woche nach den Osterferien zunächst geschlossen

Wie geht es nach den Osterferien an den Schulen in Baden-Württemberg weiter? (Grafik: Landesregierung BW)

Weitere Details finden Sie auch in unserer gestrigen Meldung.

Neun weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei neun weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Damit wurde nunmehr bei insgesamt 273 Fällen im Landkreis eine Virusmutation festgestellt.

Landratsamt bietet Schnelltests für seine Mitarbeitenden an

Beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis besteht seit Montag, 22. März, ein Schnelltest-Angebot für die Mitarbeitenden. Dieses wurde in Kooperation mit den Kreisverbänden des Deutschen Roten Kreuzes aus Tauberbischofsheim und Bad Mergentheim eingeführt. „Als öffentlicher Arbeitgeber war es uns ein großes Anliegen, hier mit gutem Beispiel voranzugehen“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder. „Dies ist nicht nur zum Gesundheitsschutz der Mitarbeitenden, ihrer Angehörigen und unserer Kundinnen und Kunden wichtig. Vielmehr verfügt die Kreisverwaltung über zahlreiche sensible Bereiche, die unter allen Umständen jederzeit arbeitsfähig bleiben müssen. Dazu zählt beispielsweise die regelmäßige und pünktliche Auszahlung sozialer Leistungen an Bürgerinnen und Bürger, aber auch die IT-Abteilung, die zu jedem Zeitpunkt den Betrieb von Netzwerk und Programmen in den Ämtern gewährleisten muss“, erläutert der Erste Landesbeamte. Er ließ sich auch selbst schon auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen. Das Ergebnis war glücklicherweise negativ.

Unter Federführung des Personaldezernenten Torsten Hauck und in Abstimmung mit dem Personalrat war das Schnelltestangebot zunächst für diejenigen Mitarbeitergruppen zur Verfügung gestellt worden, die berufsbedingt und unvermeidbar häufige Kontakte haben. „Dazu zählten beispielsweise die Mitarbeiterinnen der Kfz-Zulassung, der Allgemeine Soziale Dienst im Jugendamt oder auch Hausmeister und Reinigungskräfte“, erläutert Erster Landesbeamter Schauder. Dieses Vorgehen hatte zum Ziel, zunächst Erfahrungen zu sammeln und das Schnelltest-Angebot dann auf alle knapp 1000 Mitarbeitenden des Landratsamtes auszuweiten.

Ab Dienstag, 6. April, sind nun alle Mitarbeitenden berechtigt, einmal in der Woche einen kostenlosen Schnelltest durch geschultes Personal des Roten Kreuzes zu erhalten. Zunächst stehen wöchentlich 90 Testtermine in Tauberbischofsheim und 60 Testtermine in Bad Mergentheim zur Verfügung. Bei entsprechender Nachfrage ist eine weitere Ausweitung der Kapazitäten kurzfristig möglich. Die Anmeldung erfolgt voll digital über das Intranet des Landratsamtes. Sollte es zu einem positiven Testergebnis kommen, darf die betroffene Mitarbeiterin oder der betroffene Mitarbeiter nicht zu seinem Arbeitsplatz zurückkehren. Stattdessen muss sie oder er telefonisch die Vorgesetzte oder den Vorgesetzten informieren und sich dann unverzüglich und auf direktem Weg nach Hause begeben. Das Gesundheitsamt wird durch das Rote Kreuz über das positive Testergebnis informiert und leitet alle weiteren Schritte ein, insbesondere eine PCR-Testung zur Absicherung des Schnelltestergebnisses.

Auch Gemiensitzungen mittels Schnelltest geschützt

Über das Schnelltest-Angebot für die Mitarbeitenden hinaus wurde vor der Kreistagssitzung am 31. März erstmals auch allen Mitgliedern des Gremiums sowie allen sonstigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sitzung ein Eigentest angeboten, um für noch mehr Sicherheit zu sorgen. Darüber hinaus finden die Sitzungen aktuell nicht mehr im Sitzungssaal des Landratsamtes, sondern zwecks Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in der Stadthalle Tauberbischofsheim statt. Auch wird darauf geachtet, nur unbedingt notwendig mögliche Tagesordnungspunkte in möglichst kurzer Zeit abzuhandeln, um die Sitzungsdauer bestmöglich zu begrenzen.

Bereits einen Tag früher, am 30. März. tagte auch der Gemeinderat in Großrinderfeld in der Turn- und Festhalle Gerchsheim. Auch hier wurden allen Mitgliedern des Rates Schnelltests angeboten. Sie wurden auch von allen Mitgliedern gerne angenommen. Auch den Zuhörenden war ein kostenloser Schnelltest möglich. Bei Großrinderfelder Gremiensitzungen wird darüber hinaus auch die CO2-Konzentration der Raumluft überwacht und entsprechend gelüftet.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit Mitte Februar wieder. Das steht mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell sehr deutlich über dem Bundes- und Landesschnitt. Auch in Bund und Land gibt es sehr starkes Wachstum.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist corona_rki_altersverlauf-8128-45_tage_von__bis_2020-12-21_1200x628.png
Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 2. April, insgesamt 78 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von 14 Städten und Gemeinden des Main-Tauber-Kreises und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens 47 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4094.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-04-02
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 02.04., Quelle: Landratsamt in TBB)

Inzwischen sind fünf weitere und damit insgesamt 3511 Personen wieder genesen. Damit sind derzeit 503 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen, so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 16 (+6), Assamstadt: 7 (+2), Bad Mergentheim: 87 (+18), Boxberg: 43 (+5), Creglingen: 16 (+3), Freudenberg: 11, Großrinderfeld: 6, Grünsfeld: 65, Igersheim: 12, Königheim: 10 (+1), Külsheim: 10 (+3), Lauda-Königshofen: 76 (+12), Niederstetten: 18 (+1), Tauberbischofsheim: 39 (+4), Weikersheim: 27 (+6), Werbach: 10 (+5), Wertheim: 41 (+7) und Wittighausen: 9 (+5).

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 70. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 14.482, Zweitimpfung 3.536.
(Stand 12.4., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 144,3 (18.04., rki)
BaWü: 174,4 (18.04., rki)
Deutschland 165,9 (18.04., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 143,5
Neuinfektionen
Main Tauber: 8 / 7 [18.04.]
BaWü 1410 / 2686 [17.04.]
Deutschland 11437 / 19185 [17.04.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 105/86 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 409 (19.04., tbb)
BaWü 37.691 (18.04., rki)
Deutschland 286.512 (18.04., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 4/4 | 6/6 [18.04.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Bürger von Großrinderfeld, Königheim, Tauberbischofsheim und Werbach können sich hier für Testungen anmelden.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich Angehörige eines Haushalts und eine weitere Person treffen (Kinder bis 14 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Seit Montag, 22.03. gilt die „Notbremse“ mit weitergehenden Einschränkungen

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Diese Information wird täglich automatisch aktualisiert und entsprechen immer dem Stand des aktuellen Tages. Newsletter via Messenger abonnieren.

Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
Bitte folgen Sie mir auf Facebook oder Twitter, um aktuelle Updates zu erhalten. Oder abonnieren Sie die Neuigkeiten mittels Telegram-Messenger.
Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.