An heutigen Mittwoch meldet der Kreis 54 Neuinfektionen. Das ist leider wieder sehr viel. Allerdings war die Zahl am vergangenen Mittwoch ähnlich hoch. Die Inzidenz ändert sich daher heute nur wenig. Die Sieben-Tage Inzidenz liegt nach Meldung des LGA heute bei 130,7. Aktuell sieht es nach wie vor nach einem Seitwärts-Trend der Infektionszahlen aus. Der Kreis weist darauf hin, dass für den Friseurbesuch ein Schnelltest oder eine abgeschlossene Impfung erforderlich ist. Außerdem unterstützt die Corona-Warn-App seit heute einen „Check-In“ bei Treffen.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-04-21
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist kritisch. Zur Zeit befinden wir uns auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Die Zahlen bewegen sich im Moment auf sehr hohem Niveau seitwärts in einem breiten Korridor zwischen 100 und gut 200. Weiteres, auch sehr starkes, Wachstum ist allerdings nicht ausgeschlossen. Daher gelten seit 1. April Ausgangsbeschränkungen. Grund zur Besorgnis bieten insbesondere die mittlerweile vielen Fälle mit Corona-Mutationen, zunehmend auch mit der besonders Besorgnis erregenden Variante B.1.351 (erstmals in Südafrika entdeckt). Der R-Wert für den Kreis steigt ebenfalls. Der Main-Tauber Kreis steht schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch und wachsen sehr stark (exponentiell). (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Corona-Warn-App mit neuer Checkin-Funktion

Die heute erschienene neue Version 2.0 der Corona-Warn-App unterstützt nun auch den sogenannten „check-in“, d.h. das Scannen eines QR-Codes bei Betreten eines Ortes oder Treffens. Dadurch können gefährliche Situationen beispielsweise auch in Innenräumen besser erkannt werden. Auch dann kann gewarnt werden. Ein Ersatz für Kontaktlisten ist sie allerdings nicht.

Die neue Checkin-Funktion der Corona-Warn-App. (Foto: Rainer Gerhards)

Die Nutzung der App ist freiwillig und Datensparsam. Jeder kann direkt mit der App selbst einen QR-Code für ein Treffen erstellen – sei es privat, geschäftlich oder im Verein. Auch Geschäftsleute können QR-Codes für ihr Geschäft erzeugen und ausdrucken.

Das Konzept ist jedoch grundsätzlich verschieden von der Luca-App. Geschäftsleute und Veranstalter erhalten keine Kontaktdaten und können diese daher auch nicht an das Gesundheitsamt weiterleiten. Statt dessen werden die Nutzer über die App direkt gewarnt. Das geht schnell. Allerdings sind daher Kontaktlisten weiterhin nötig. Dennoch ist die neue Checkin-Funktion sehr hilfreich. Es ist zu hoffen, dass sich auch viele Geschäftsleute anschließen. Die Nutzung ist kostenlos und ab sofort möglich.

Weitere Informationen gibt es direkt auf der Seite der Corona-Warn-App.

Neun weitere Fälle von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei neun weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei insgesamt 642 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt. Bei einem weiteren bekannten, bisher unklaren Mutationsfall wurde inzwischen die südafrikanische Virusvariante (B.1.351) festgestellt.

Trotz Schnelltest-Pflicht nicht auf Friseurbesuche verzichten

Weiterhin sorgt die Notwendigkeit von Schnelltests vor dem Friseurbesuch für Fragen in der Bevölkerung. Daher weist das Landratsamt nochmals darauf hin, dass PoC-Antigentests oder auch angeleitete Selbsttests in verschiedenen Testzentren und Teststellen vorgenommen werden können, unter anderen in kommunalen Testzentren und in vielen Apotheken. Das Testzentrum oder die Teststelle stellt über das Ergebnis eine Bescheinigung aus. Diese ist zum Nachweis eines negativen COVID-19-Schnelltests nach der Corona-Verordnung am gleichen Tag gültig, maximal jedoch für längstens 24 Stunden nach der Testdurchführung. Damit ist es beispielsweise möglich, am Donnerstagabend einen Schnelltest mit negativem Ergebnis zu machen und die Bescheinigung darüber am Freitagvormittag beim Friseur vorzulegen.

„Der Schnelltest bietet eine gewisse zusätzliche Sicherheit beim Friseurbesuch und benötigt nur wenig Zeit. Inzwischen gibt es auch vielfältige Testangebote“, erklärt Gesundheits- und Sozialdezernentin Elisabeth Krug. Dennoch müssten Friseurin oder Friseur sowie Kundin oder Kunde während des Haarschnitts auch weiterhin eine korrekt angelegte Maske tragen. Insbesondere ruft Krug dazu auf, die von der Corona-Pandemie und monatelangen Schließungen stark betroffene Branche zu unterstützen und Friseurtermine nicht deshalb abzusagen, weil man keinen Schnelltest machen möchte. „Und keinesfalls darf der Weg gewählt werden, sich auf eventuelle Angebote in Schwarzarbeit einzulassen, bei denen auf Schnelltest und Maske verzichtet wird. Ein solches Verhalten wäre absolut unsolidarisch“, sagt die Dezernentin.

Konkret notwendig ist für den Friseurbesuch in Gebieten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 – also zum Beispiel im Main-Tauber-Kreis – der Nachweis eines nicht mehr als 24 Stunden alten, negativen COVID-19-Schnelltests. Alternativ kann ein Nachweis (Impfdokumentation) einer vollständig abgeschlossenen Impfreihe vorgelegt werden. Die Impfung ist 14 Tage nach der letzten erforderlichen Impfdosis abgeschlossen. Sollte ein Impfstoff zwei Impfdosen erfordern, reicht der Nachweis einer Impfdosis ausdrücklich nicht aus.

Für Impfstoffe, die mehr als eine Dosis erfordern, kann alternativ eine Dosis genügen, wenn man neben der Impfdokumentation zudem auch den PCR-Nachweis einer überstandenen Corona-Erkrankung durch ärztliches Zeugnis vorweisen kann.

Personen, die nicht geimpft sind, aber eine Corona-Erkrankung in der Vergangenheit überstanden haben, können stattdessen ein ärztliches Zeugnis (PCR-Nachweis) einer in der Vergangenheit überstandenen Corona-Erkrankung vorlegen, welches aber nicht älter als sechs Monate sein darf.

Selbst vorgenommene Schnelltests sind nicht zulässig. Antigentests zur Eigenanwendung durch Laien, so genannte Selbsttests, bei denen die Probenentnahme und Auswertung ohne Anleitung, Überwachung oder sonstiger Beteiligung einer geschulten dritten Person von den Probanden selbst oder auch von Hilfspersonen wie zum Beispiel Sorgeberechtigten vorgenommen werden, sind nicht als Nachweis für einen tagesaktuellen COVID-19-Schnelltest geeignet. Dies liegt daran, dass privat gemachte Selbsttests nicht überprüfbar sind und kein von geschulten Dritten bestätigtes Testergebnis umfassen.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit Mitte Februar wieder. Das steht mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell unter dem Bundes- und Landesschnitt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Mittwoch, 21. April, 54 Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens 26 Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. 53 Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4563.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-04-21
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 21.04., Quelle: Landratsamt in TBB)

Inzwischen sind 17 weitere und damit insgesamt 4046 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 434 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 6, Assamstadt: 2, Bad Mergentheim: 96 (+13), Boxberg: 34 (+8), Creglingen: 10 (+2), Freudenberg: 9 (+1), Großrinderfeld: 9, Grünsfeld: 11 (+1), Igersheim: 7, Königheim: 8, Külsheim: 43, Lauda-Königshofen: 37 (+7), Niederstetten: 18, Tauberbischofsheim: 52 (+3), Weikersheim: 13 (+1), Werbach: 4, Wertheim: 71 (+18) und Wittighausen: 4.

Wie sieht es auf den deutschen Intensivstationen aus – der DIVI Tagesupdate

Das DIVI Intensivregister überwacht die Auslastung der Intensivstationen. Als neuen Service bietet DIVI nun einen „Tagesupdate“ an, in dem von verschiedenen Verantwortlichen über die aktuelle Situation informiert, aber auch Forderungen und Kommentare der DIVI genannt werden.

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Wir hoffen, dass der DIVI Tagesupdate für unsere Leser nützlich ist und werden uns bemühen, ihn täglich mit einzubinden. Auch wir müssen hier aber noch Erfahrungen sammeln.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 60. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 28.714,
Zweitimpfung 6.960, in Arztpraxen: 10.755

(Stand 10.5., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 43,1 (12.05., rki)
BaWü: 128,5 (12.05., rki)
Deutschland 103,9 (12.05., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 43,1
Neuinfektionen
Main Tauber: 15 / 11 [11.05.]
BaWü 2841 / 2562 [11.05.]
Deutschland 17419 / 14909 [11.05.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 14/43 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 180 (12.05., tbb)
BaWü 37.315 (12.05., rki)
Deutschland 239.731 (12.05., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 8/6 | 7/5 [11.05.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Darüber hinaus bieten auch viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken Schnelltests an.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 13 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Unter anderem für Friseur-Besuche ist momentan kein negativer Schnelltest notwendig

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.