Am heutigen Montag meldet der Kreis 10 Neuinfektionen. . Am letzten Montag war es nur ein Fall. Von daher steigt die Inzidenz vorerst weiter. An Montagen werden darüber hinaus immer sehr wenige Fälle gemeldet. Die Sieben-Tage Inzidenz liegt nach Meldung des LGA heute bei 157,9. Auch die Anzahl der Virus-Mutationen nimmt weiter stark zu. Deren Inzidenz liegt mittlerweile auch bei knapp 140. Sie haben den Wildtyp damit weitgehend verdrängt. Das ist insofern bedauerlich, die Mutationen deutlich stärker ansteckend sind.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-04-12
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist kritisch. Zur Zeit befinden wir uns auf einem hohen Niveau der Sieben-Tage Inzidenz. Seit dem 19. Februar befindet sich der Kreis wieder in einem starken Aufwärtstrend. Am 19. März wurde die Inzidenz von 100 den dritten Tag in Folge überschritten und es gelten weitere Beschränkungen. Die Zahlen bewegen sich im Moment auf sehr hohem Niveau seitwärts in einem breiten Korridor zwischen 100 und gut 200. Weiteres, auch sehr starkes, Wachstum ist allerdings nicht ausgeschlossen. Daher gelten seit 1. April Ausgangsbeschränkungen. Grund zur Besorgnis bieten insbesondere die mittlerweile vielen Fälle mit Corona-Mutationen. Der R-Wert für den Kreis steigt ebenfalls. Der Main-Tauber Kreis steht schlechter da, als andere Kreise in Baden-Württemberg. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin sehr hoch und wachsen sehr stark (exponentiell). (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Hinweis: über die Osterfeiertage, und auch in der Woche danach, sind die Fallzahlen mit Vorsicht zu genießen und tendenziell eher etwas zu niedrig. Das liegt daran, dass zumeist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt werden (siehe hierzu RKI-Lagebericht). Wir rechnen erst ab 15. April wieder mit verlässlichen Daten.

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Zur Lage im Hinblick auf die Feiertage…

Aus dem RKI Corona-Lagebericht im Hinblick auf die Situation an den Osterfeiertagen (Quelle: RKI)

Wie auch das RKI in seinem Lagebericht (z.B. vom 5. April) angibt, ist die Datenlage durch die Osterfeiertage „sehr dünn“ (siehe Bild). Es ist unserer Meinung nach davon auszugehen, dass spätestens seit Karfreitag nur noch sehr wenige Testungen vorgenommen wurden und die aktuell in Bund, Land und Kreis fallenden Zahlen vor allem durch die Feiertage bedingt sind – und nicht das Infektionsgeschehen an sich. Vermutlich wird diese Lage auch noch bis Mitte dieser Woche anhalten. Ohne Testergebnisse keine Kontaktnachverfolgung, keine Quarantänen – und auch keine neuen Tests. Wir erwarten wirklich verlässliche Werte erst ab dem 15. April. Bis dahin müssen wir uns also noch etwas gedulden. Wir gehen jedoch von weiterem Wachstum im Kreis aus. Sicher ist das aber noch nicht.

26 weitere Fälle von Virus-Mutation nachgewiesen

Bei 26 weiteren der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborproben eine Mutation des Coronavirus nachgewiesen. Es handelt sich in allen Fällen um die britische Variante (B.1.1.7). Nunmehr wurde bei insgesamt 455 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Quarantäne für Oberes Tor in Lauda aufgehoben

Die angeordnete Quarantäne für die Wohngemeinschaft und die Außenwohngruppe Oberes Tor in Lauda konnte aufgehoben werden. Es handelt sich um Angebote des Caritasverbandes für Menschen mit Behinderung.

Bisher mehr als 18.000 Impfdosen im KIZ in Bad Mergentheim verabreicht

Im Kreisimpfzentrum (KIZ) des Main-Tauber-Kreises in Bad Mergentheim haben in der Woche von Montag, 5. April, bis Sonntag, 11. April, insgesamt 2291 Erst-Impfungen und 598 Zweit-Impfungen stattgefunden. Damit erhielten seit dem Impfstart im Main-Tauber-Kreis insgesamt 14.482 Personen ihre erste und 3536 Personen ihre zweite Impfung durch das KIZ. Insgesamt wurden bisher also 18.018 Impfdosen durch das KIZ verabreicht. Die vollständige Immunisierung besteht nach der zweiten Impfung.

Mit insgesamt 2889 Erst- und Zweit-Impfungen innerhalb von sieben Tagen wurde wieder ein neuer Wochenrekord im KIZ erreicht. Dieser soll in der neuen Woche nochmals deutlich übertroffen werden: „In den letzten Wochen waren an jedem Kalendertag rund 410 Impfungen möglich. Ab Dienstag, 13. April, können jedoch täglich rund 580 Impfungen angeboten werden, einschließlich Samstag und Sonntag“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder. Möglich wird dies, weil das Land Baden-Württemberg den Impfzentren inzwischen nochmals höhere Impfstoffmengen zur Verfügung stellen kann. Damit nähern sich die Impfzahlen immer weiter der vorgesehenen Vollauslastung des KIZ mit mindestens 750 Impfungen täglich an.

Kreisimpfzentren sind unverzichtbare Hauptsäulen im Impfprozess

Damit sind die Kreisimpfzentren aktuell „unverzichtbare Hauptsäulen für die Durchimpfung der Bevölkerung“, erklärt Erster Landesbeamter Christoph Schauder. Er hat sich kürzlich wieder einmal selbst ein Bild vor Ort gemacht. „Es ist sehr beeindruckend, wie sich hier die Abläufe bestens eingespielt haben. Somit kann die große Zahl an Impfungen jeweils mit der gebotenen Ruhe, Sorgfalt und gewissenhaften Aufklärung der Besucherinnen und Besucher, aber zugleich auch zügig und termingerecht erfolgen. Hierfür erhält das KIZ-Team unter der administrativen Leitung von Dietmar Freidhof aus dem Landratsamt und unter der medizinischen Leitung des Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung für den Main-Tauber-Kreis, Dr. Franz Hoch, viel Lob“, sagt Schauder.

Zum Team gehören Kräfte des Landratsamtes, der Bundeswehr und des Roten Kreuzes, aber auch eigens eingestelltes Personal, das über einen Personaldienstleister beschäftigt wird. „Insbesondere war es die goldrichtige Entscheidung, das Impfzentrum vom ersten Tag an im Sieben-Tage-Betrieb zu öffnen, trotz anfänglich geringer Mengen an verfügbarem Impfstoff. So konnten schnell wertvolle Erfahrungen gesammelt werden. Der Betrieb konnte sich einpendeln, Steigerungen der Impfstoffmengen konnten jeweils reibungslos und kurzfristig umgesetzt werden“, fasst Schauder zusammen. Wie der Erste Landesbeamte weiter erklärt, halten die baden-württembergischen Landkreise eine Verlängerung des Betriebs der Kreisimpfzentren über den 30. Juni 2021 hinaus mit Blick auf die aktuelle Lage für dringend erforderlich. „Es besteht bei allen 35 Landkreisen, auch beim Main-Tauber-Kreis, die Bereitschaft, die Vertragslaufzeit für den Betrieb der Kreisimpfzentren zu verlängern“, erklärt Schauder. Eine Entscheidung des Landes hierzu steht noch aus.

Fast 8500 Menschen aus dem Landkreis in Rot am See geimpft

Zu bedenken sei aber insbesondere auch, dass außer dem Kreisimpfzentrum in Bad Mergentheim insbesondere auch das Zentrale Impfzentrum Rot am See (ZIZ) seit Beginn der Impfungen sehr viele Impfungen an Menschen aus dem Main-Tauber-Kreis verabreicht hat. Auf Bitte des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis wurde nun in einer Sonderabfrage ermittelt, dass bisher 8493 Personen aus dem Main-Tauber-Kreis einen Impftermin vor Ort im ZIZ Rot am See vereinbart haben. Durch die mobilen Impfteams des ZIZ Rot am See erfolgten bisher 2360 Erst- sowie 1864 Zweitimpfungen im Main-Tauber-Kreis. Ebenso wirken seit Dienstag nach Ostern die Hausarztpraxen flächendeckend bei den Impfungen mit.

Im KIZ in Bad Mergentheim stehen ab dem 27. April Zweit-Impfungen mit AstraZeneca an. Das Landratsamt Main-Tauber-Kreis geht davon aus, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) bis dahin entscheidet, wie mit diesen Zweit-Impfungen umgegangen werden soll, also ob für unter 60-Jährige bei der Zweit-Impfung im Regelfall weiterhin ebenfalls AstraZeneca verwendet wird oder auf einen mRNA-Impfstoff beispielsweise von Biontech umgestellt wird. Das Landratsamt wird hierzu zum frühestmöglichen Zeitpunkt ausführlich informieren.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land steigen seit Mitte Februar wieder. Das steht mit den neuen Coronavirus-Mutationen in Verbindung. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt aktuell auf Höhe des Bundes- und Landesschnitt. Beachten Sie bitte, dass alle Zahlen durch die Osterfeiertage aktuell eher zu niedrig sind. Mit Anpassungen ist zu rechnen. Daher betrachten wir den Trend auch aktuell nicht als „fallend“.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Montag, 12. April, zehn Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von sechs Städten und Gemeinden des Landkreises. Es handelt sich in mindestens sieben Fällen um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Neun Personen befinden sich in häuslicher Isolation, eine Person wird stationär behandelt. Für die Kontaktpersonen der neu Infizierten wird, sofern noch erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 4311.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-04-12
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 12.04., Quelle: Landratsamt in TBB)

Inzwischen sind 58 weitere und damit insgesamt 3799 Personen wieder genesen. Somit sind derzeit 431 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen (Zahl neuer Fälle jeweils in Klammern): Ahorn: 14, Assamstadt: 4, Bad Mergentheim: 69 (+3), Boxberg: 41 (+2), Creglingen: 13, Freudenberg: 3, Großrinderfeld: 4 (+2), Grünsfeld: 58, Igersheim: 8, Königheim: 6, Külsheim: 25 (+1), Lauda-Königshofen: 49 (+1), Niederstetten: 13, Tauberbischofsheim: 51 (+1), Weikersheim: 20, Werbach: 7, Wertheim: 32 und Wittighausen: 14.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Impftermin vereinbaren: www.impfterminservice.de oder Tel. 116 117
Immer Impfberechtigt sind Personen ab 60. Darüber hinaus auch noch weitere Gruppen.
Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 28.714,
Zweitimpfung 6.960, in Arztpraxen: 10.755

(Stand 10.5., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 43,1 (12.05., rki)
BaWü: 128,5 (12.05., rki)
Deutschland 103,9 (12.05., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 43,1
Neuinfektionen
Main Tauber: 15 / 11 [11.05.]
BaWü 2841 / 2562 [11.05.]
Deutschland 17419 / 14909 [11.05.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 14/43 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 180 (12.05., tbb)
BaWü 37.315 (12.05., rki)
Deutschland 239.731 (12.05., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 8/6 | 7/5 [11.05.]
Pandemiestufe BaWü: 3 – „Kritische Phase“

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Darüber hinaus bieten auch viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken Schnelltests an.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder bis 13 zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Unter anderem für Friseur-Besuche ist momentan kein negativer Schnelltest notwendig

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.