Main-Tauber Kreis: positiver Corona-Trend hält, Baden-Württemberg beschließt weitgehende Lockerungen

Im Main-Tauber Kreis gibt es auch heute keine neuen Coronavirus Fälle. Das meldet das Landratsamt in TBB. Insgesamt sind damit 397 Corona-Fälle im Main-Tauber Kreis. Das Land verkündet umfangreiche Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

Veranstaltungen bis 100 Personen dürfen ab morgen wieder stattfinden und private Feiern dürfen auch wieder einen größeren Umfang annehmen. Außerdem sollen die Kitas bis spätestens Ende Juni vollständig öffnen. Zusätzlich sieht Ministerpräsident Kretschmann die Koordination zwischen Bund und Ländern als beendet an. Im Ländle geht so einiges wieder. Das wird vielen sicherlich gefallen – vielen aber vermutlich auch nicht. Ob es klug ist, werden die nächsten Wochen zeigen. Hoffen wir, dass es klappt.

Was gab es sonst noch so im Main-Tauber Kreis?

Die Meldungen des Kreises sind durch die vom Land verkündeten weitergehenden Lockerungen quasi Makulatur. Allerdings weiß man hier schon genauer, wie es weiter geht. Daher seien sie dennoch aufgeführt.

Masterplan für Kunst und Kultur

Das Wissenschaftsministerium hat konkrete Regelungen für den Kulturbereich sowie Spielräume für kleine, kreative Formate angekündigt. Diese sowie weitere Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung stehen im „Masterplan Kultur BW – Kunst trotz Abstand“, der insgesamt rund 45 Millionen Euro umfasst.

Bibliotheken und Archive sind bereits seit 20. April geöffnet, Museen, Freilichtmuseen und Ausstellungseinrichtungen konnten seit 6. Mai wieder öffnen. Ab sofort und für ein Jahr wird Kindern und Jugendlichen freier Eintritt in die Dauerausstellungen der Landesmuseen und im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe ermöglicht.

Kleine künstlerische Veranstaltungsformate sollen ab 1. Juni möglich werden, wenn die räumlichen Bedingungen das zulassen und die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorgaben zum Schutz des Publikums und der Mitwirkenden garantiert werden kann. Außerdem muss die Rückverfolgbarkeit der Teilnehmer gewährleistet sein. Das Ministerium orientiert sich dabei an den Rahmenbedingungen, die für Gottesdienste vereinbart wurden. Daraus ergibt sich, dass in einem ersten Schritt Veranstaltungen mit einem Richtwert von unter 100 Personen vorgesehen sind. Bei speziellen Formaten, wie beispielsweise Autokinos, sind auch mehr Personen zulässig.

Kultureinrichtungen sollen bei notwendigen investiven Maßnahmen unterstützt werden. Als erste Hilfe stellt das Ministerium über zwei Millionen Euro aus dem Innovationsfonds Kunst bereit, um unter der Überschrift „Kultur Sommer 2020“ kleinere Kulturveranstaltungen aller Sparten und auch der Breitenkultur, beispielsweise der vielen Vereine, zu fördern. Ab sofort darf der Probenbetrieb mit mehr als fünf Personen für professionelle Theater, Orchester sowie Chöre unter Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgenommen werden.

Im Rahmen der Soforthilfe Corona für Solo-Selbständige, Einrichtungen und Vereine wurden Stand 12. Mai bereits über 75 Millionen Euro ausbezahlt. Neben einer eventuellen Verlängerung dieses Programms wurde ein Notprogramm für Kunst und Kultur im Umfang von 40 Millionen Euro aus den Mitteln der Corona-Rücklage des Landes beantragt. Das Notprogramm soll aus zwei Teilen bestehen: Ein Nothilfefonds im Umfang von über 32 Millionen Euro soll wirtschaftlich gefährdeten Kunst- und Kultureinrichtungen sowie Vereinen der Breitenkultur helfen. Das Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“, ausgestattet mit rund 7 Millionen Euro, gilt kulturellen Veranstaltungen, die auch unter den aktuellen Beschränkungen und unter Einhaltung von Auflagen umgesetzt werden können. Auch gewerbliche Kinos sollen unterstützt werden.

Teilnehmerzahl bei touristischen Führungen

Nach den neuesten Auslegungshinweisen zur Corona-Verordnung sind jetzt im touristischen Bereich geführte Touren – auch mit Fahrrad, Boot, Segway, Quad oder Tieren – wieder möglich. Unsicherheiten bestehen häufig bei der Frage nach der Teilnehmerzahl, etwa bei geführten Wanderungen oder Stadtführungen. Das Wirtschaftsministerium stellt hier klar, dass auch für solche Angebote der Paragraf 3 der Corona-Verordnung zur Anwendung kommt. Dort heißt es im ersten Absatz: „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist bis zum 5. Juni 2020 nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts gestattet.“ Dies bedeutet, dass bei Führungen die Teilnehmerzahl an sich nicht begrenzt ist, jedoch nur aus Personen von ein oder zwei Haushalten bestehen darf.

Verteilung der Corona-Fälle auf die Gemeinde des Main-Tauber Kreis

Die 397 Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1, Assamstadt: 4, Bad Mergentheim: 131, Boxberg: 25, Creglingen: 17, Freudenberg: 5, Großrinderfeld: 9, Grünsfeld: 14, Igersheim: 25, Königheim: 3, Külsheim: 9, Lauda-Königshofen: 28, Niederstetten: 34, Tauberbischofsheim: 23, Weikersheim: 33, Werbach: 6, Wertheim: 27 und Wittighausen: 3.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamt in Tauberbischofsheim

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Eine Antwort auf „Main-Tauber Kreis: positiver Corona-Trend hält, Baden-Württemberg beschließt weitgehende Lockerungen“

  1. Hallo, wann endlich denkt man auch an die BewohnerInnen von Pflegeheimen? Spuckschutz aus Plexiglas geht absolut nicht. Bewohner leiden seit 77 Tagen (14.3.2020) unter Isolation, Abschottung und Vereinsamung, da sie keine Besuche empfangen dürfen. Auch geistiger Abbau ist damit verbunden. Was steht dagegen, Bewohner in ihrem Zimmer aufzusuchen mit den entsprechenden Regeln. Plexiglas wird empfunden wie im Gefängnis, noch dazu ohne Sprechanlage und wer von den Altbetagten ist nicht schwerhörig. Soziale Kontakte fehlen. Friseure, Fußpfleger dürfen rein, mit wievielen Kontakten? Nochmal: im Zimmer kann man die Hygienevorschriften sehr wohl halten.
    In einem Heim hier in Bad Mergentheim wurde eine „Mitarbeitende“ wie die FN berichtete, positiv auf Corona getestet. Das kann passieren. Bitte, setzen Sie sich ein wenn Sie können für Besuch im Bewohnerzimmer, alles andere macht krank, Bewohner sterben an gebrochenem Herzen. Alles Gute

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