Am heutigen Mittwoch meldet der Main-Tauber Kreis 307 Corona Neuinfektionen. Letzten Mittwoch gab es laut Meldung des Kreises 274 neue Fälle. Die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg beträgt 4,90. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Hospitalisierungen (geschätzt) bei 5,2 und die der Neuinfektionen bei 1.025,7 (Tagesmeldung LGA 26.01.). Damit steigt die Inzidenz weiter und bleibt oberhalb von 1.000. Die umstrittene Luca-App zur Kontaktverfolgung wird nun auch in Baden-Württemberg eingestellt. Faktisch wird sie bereits seit einiger Zeit, von wenigen Ausnahmen vielleicht abgesehen, im Ländle nicht mehr genutzt. Auch bei

Corona Kenndaten Baden-Württemberg
Aktuelle Stufe: Alarmstufe II (primär 2G, 2G+)
Hospitalisierungs-Inzidenz: 4,90 [+0,10 7T:+1,40]
Intensivbetten m. Covid: 278 [-8]
7-Tage Inzidenz gesamt: 969,3 [+99,7 7T:+302,1]
7-Tage R-Wert: 1,15 [-0,06 7T:+0,09]
Impfquote (vollständig): 71,9% [+0,1 7T:+0,6]
Stand: 26.01.; 7T=Vergleichswert Vorwoche

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Unsere Lageeinschätzung

Die Situation im Main-Tauber Kreis kann nur noch in Verbindung mit Baden-Württemberg und ganz Deutschland bewertet werden. Insgesamt ist die Lage kritisch. Der vom Expertenrat der Bundesregierung erwartete starke Anstieg der Fallzahlen durch Omikron hat eingesetzt. Omikron ist sehr viel ansteckender und kann außerdem die Impfungen umgehen. Der Schutz vor schweren Erkrankungen erscheint aktuell zwar immer noch gut, vor Ansteckung schützt die Impfung jedoch kaum noch. Um vor der Omikron Welle möglichst gut geschützt zu sein, ist eine Booster-Impfung dringend notwendig. Außer dem ist es wichtiger als jemals zuvor, Maske zu tragen und Kontakte auf das Allernötigste zu reduzieren. Auf Kontakte sollte weitestmöglich verzichtet werden. Ist das nicht möglich, wird dringend geraten, sich vor Treffen testen zu lassen. Wer noch gar nicht geimpft ist, sollte das schleunigst nachholen. Im Laufe des Januar kann man vermutlich abschätzen, ob die heutigen Prognosen zur Risikolage zutreffen. Sie gelten aber als extrem wahrscheinlich, da auch aus den Nachbarländern ähnliche Entwicklungen zu melden sind. In Deutschland erfolgt die Verbreitung zumindest Anfang Januar scheinbar langsamer als in den Nachbarländern.

Das Gesundheitssystem ist bereits überlastet und wird sehr wahrscheinlich zunehmend überlastet werden. Die Entwicklung des Kreises folgt momentan im wesentlichen den übergeordneten Trends. Die Zahlen steigen mittlerweile auch hier wieder und das teils sehr kräftig. Auch bei uns sind leider weiter deutlich steigende Infektionszahlen zu erwarten. Auch an der Tauber dürfte die Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes nur noch sehr eingeschränkt funktionieren. Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist aktuell hoch. Impftermine sind kurzfristig verfügbar. Dafür sind allerdings gewisse Fahrzeiten erforderlich, außerdem kann der Impfstoff nicht frei gewählt werden. Das führt zu einer gewissen Behinderung der Impfbereitschaft. Seien Sie flexibel und nutzen die diversen Termin-Services.

Hinweis: Diese Lageeinschätzung wurde am 14.01.2021 an die Lage angepasst. Text in blauer Schrift kennzeichnet Änderungen.

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Corona-Impfungen im Main-Tauber Kreis

Impftermine buchen: https://www.main-tauber-kreis.de/impfen

Außerdem in vielen Arztpraxen und bei weiteren Impfaktionen. Wo aktuell welche sind, findet man unter www.dranbleiben-bw.de sowie in Würzburg.

Was bedeutet eine Inzidenz von 1.000?

Wir haben uns an die Inzidenzen gewöhnt, bisher aber oft kein „griffiges“ Verständnis davon. Bei hohen Werten ist der Wert einfacher zu „greifen“. Bei einer Inzidenz von 1.000 sind in den vergangenen sieben Tagen 1% der Bevölkerung mit Corona infiziert wurden (und bei 2.000 dann 2%, 3.000 also 3% und so weiter). Viele Experten und auch das Bundesgesundheitsministerium gehen von einer starken Unterschätzung der Inzidenz aus, und vermuten, dass der reale Wert mindestens doppelt so hoch ist.

Allerdings sagt die Inzidenz aktuell wenig über die Krankheitsschwere in der Bevölkerung aus. Auf Kreisebene gibt es leider keine anderen Indikatoren. Das ist auch ein Grund, warum wir die Inzidenz weiter berichten. Beachten Sie aber bitte auch die Wert zu Hospitalisierung und Belegung der Intensivstationen auf Landesbene!

Termine für Kinderimpftag im MVZ in Wertheim am Samstag, 5. Februar, freigeschaltet

Die Termine für den Kinderimpftag im MVZ Tauberfranken in Wertheim am Samstag, 5. Februar, sind jetzt freigeschaltet. Sie können unter www.main-tauber-kreis.de/impfen gebucht werden.

Termine an den Impfstationen der BBT-Gruppe online buchbar

An allen drei Impfstationen der BBT-Gruppe sind aktuell Termine verfügbar. Diese können ebenfalls online unter www.main-tauber-kreis.de/impfen gebucht werden.

Nutzung der Luca-App wird in Baden-Württemberg eingestellt

Das Land Baden-Württemberg wird den Kooperationsvertrag zur Nutzung der luca-App bei der Nachverfolgung von Kontakten in der Corona-Pandemie nicht verlängern. Dies teilte Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch (26. Januar) in Stuttgart mit. Die finale Entscheidung fiel nach einem öffentlichen Experten-Hearing, das das Gesundheitsministerium Anfang dieser Woche veranstaltet hatte.

Wir werden nun in einem geordneten Verfahren aus der Nutzung der luca-App aussteigen. Der Vertrag mit dem Anbieter culture4life läuft Ende März aus und wird nicht verlängert werden“, so Lucha. Bis dahin könne die luca-App zunächst weiterverwendet werden. Nach Auffassung vieler Experten und auch unserer Meinung nach bietet eine solche Weiterverwendung jedoch keinerlei Nutzen. Wir empfehlen daher die möglichst baldige Löschung der Luca-App vom Smartphone.

Kontaktpersonennachverfolgung durch Gesundheitsämter nicht mehr leistbar

In der derzeitigen Phase der Pandemie scheine eine individuelle Kontaktpersonennachverfolgung nicht zwingend erforderlich und faktisch auch nicht leistbar zu sein. Vielmehr sei eine bevölkerungsbezogene Kontaktpersonennachverfolgung zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Strategie. „Diese Strategie kann auch mit Hilfe der kostenfreien Corona Warn-App des Bundes, die anonyme Warnungen ausspielt und auf eigenverantwortliches, umsichtiges Handeln der Nutzenden abzielt, unterstützt werden. Wir mussten eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf stellen und haben unsere Entscheidung genau abgewogen. Letztlich sind wir zu dem Schluss gekommen, die luca-App nicht weiter zu nutzen“, so Lucha abschließend.

Handlungsfaden online abrufbar – Gesundheitsamt meldet sich nicht bei Infizierten

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis meldet sich wie berichtet im Regelfall nicht mehr bei nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Personen sowie deren engen Kontaktpersonen. „Die Kontaktaufnahme ist aufgrund der seit Wochen andauernden, hohen Fallzahlen nicht mehr zu leisten“, sagte die kommissarische Gesundheitsamtsleiterin Yasemin Eryanar. Dennoch müssen die geltenden Quarantäneregeln strikt beachtet werden, auch ohne formellen Bescheid des Gesundheitsamtes. Informationen zum richtigen Verhalten bei einer Infektion oder Infektionsgefahr sind im ausführlichen Handlungsleitfaden unter www.main-tauber-kreis.de/coronavirus abrufbar.

Corona-Verordnung Absonderung seit Mittwoch, 26. Januar, geändert

Das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg hat die Regeln für Quarantäne und Isolation angepasst. Künftig müssen auch Genesene mit mindestens einer Impfung gegen das Coronavirus als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. Die Änderungen der neuen Corona-Verordnung Absonderung sind am Mittwoch, 26. Januar, in Kraft getreten.

Damit sind ab sofort Haushaltsangehörige und Kontaktpersonen unter bestimmten Voraussetzungen von der Quarantänepflicht ausgenommen. Personen, die zwei Impfungen gegen das Coronavirus erhalten haben und deren zweite Impfung nicht weniger als 15 Tage und nicht mehr als 90 Tage zurückliegt, müssen nicht mehr in Quarantäne. Ebenfalls von der Absonderungspflicht ausgenommen sind genesene Personen, deren PCR-Nachweis einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus nicht weniger als 28 Tage und nicht mehr als 90 Tage ab Probenentnahme zurückliegt.

Geimpfte Personen, die mindestens eine Auffrischungsimpfung erhalten haben, oder genesene Personen, die eine oder zwei Impfungen gegen das Coronavirus erhalten haben, sind auch von der Quarantänepflicht befreit. Die Reihenfolge der Impfung und Infektion ist hierbei unerheblich.

In der geänderten Corona-Verordnung Absonderung wird zudem klargestellt, dass sich positiv getestete Personen aus der Isolation nur dann ab dem siebten Tag freitesten dürfen, wenn sie zum Zeitpunkt der Probenentnahme seit mindestens 48 Stunden frei von Symptomen sind.

Die Nachtestung nach einem positiven, selbst vorgenommenen überwachten Test oder einem positiven Selbsttest kann nunmehr auch mittels Schnelltest erfolgen, zum Beispiel in einem Testzentrum.

Die Zahlen in Bund und Land

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan im Bereich des Bundes- und Landesschnitt. Zu beachten ist allerdings, dass die Inzidenz der Neuinfektionen durch die Impfungen stark an Bedeutung eingebüßt hat und auch nicht mehr als Richtwert für Corona-Regeln genutzt wird.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Als zusätzlichen Service geben wir auch die Inzidenzen nach RKI-Altersgruppen an. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der geringen Bevölkerungszahl im Kreis auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können.

Corona-Inzidenzen nach Altersgruppen im Main-Tauber Kreis. Beachten Sie bitte, dass auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können. Daher ist die Grafik mit Vorsicht zu interpretieren! (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden in der Zeit von Dienstag, 25., bis Mittwoch, 26. Januar, insgesamt 545 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 238 am Dienstag und 307 am Mittwoch. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 13.091.

Corona-Fälle im Main Tauber Kreis
Corona-Inzidenzen der einzelnen Städte und Gemeinden im Main-Tauber Kreis. Da die Einwohnerzahlen allesamt recht gering ist, können schon wenige Fälle starke Auswirkungen haben. Leider zeigt unser Grafik-Werkzeug nur die Postleitzahlen an. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Landratsamt in TBB, Stand: 26.01.)

Die Zahl der Genesenen steigt um 100 Personen auf 11.212. Somit sind derzeit 1742 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Die am Dienstag bis Mittwoch neu festgestellten Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 9, Assamstadt: 19, Bad Mergentheim: 80, Boxberg: 31, Creglingen: 28, Freudenberg: 23, Großrinderfeld: 4, Grünsfeld: 12, Igersheim: 12, Königheim: 19, Külsheim: 9, Lauda-Königshofen: 81, Niederstetten: 20, Tauberbischofsheim: 66, Weikersheim: 17, Werbach: 12, Wertheim: 100 und Wittighausen: 3.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 364,1 (22.05., rki)
BaWü: 289,0 (22.05., rki)
Deutschland 313,4 (22.05., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 535,5 (Prognose für morgen)
Neuinfektionen
Main Tauber: 95 / 135 [20.05.]
BaWü 0 / 0 [21.05.]
Deutschland 1245 / 3823 [21.05.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 482/0 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 30.348 (23.05., tbb)
BaWü 164.516 (22.05., rki)
Deutschland 1.198.568 (22.05., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 1/0 | 1/0 [22.05.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Omikron in Deutschland finden Sie hier.