Am heutigen Freitag meldet der Main-Tauber Kreis zwölf Corona Neuinfektionen. Letzten Freitag gab es laut Meldung des Kreises zehn neue Fälle. Die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg beträgt 2,20. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Hospitalisierungen (geschätzt) bei 1,2 und die der Neuinfektionen bei 49,0 (Tagesmeldung LGA 15.10.). Ab heute gilt eine neuen Corona-Verordnung. Details finden Sie unten. Wichtig: Die Luca-App hat ausgedient. Mit der neuen Verordnung kann zur Kontaktverfolgung auch die Corona-Warn-App genutzt werden. Diese sehr sichere Lösung ist zu empfehlen.

Corona Kenndaten Baden-Württemberg
Aktuelle Stufe: Basisstufe
Hospitalisierungs-Inzidenz: 2,20 [+0 7T:-0,02]
Intensivbetten m. Covid: 180 [+7]
7-Tage Inzidenz gesamt: 88,7 [+8,3 7T:+2,7]
7-Tage R-Wert: 1,07 [+0,05 7T:+0,05]
Impfquote (vollständig): 63,8% [+0,1 7T:+0,5]
Stand: 15.10.; 7T=Vergleichswert Vorwoche

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist aktuell stabil. Seit Mitte Juli stiegen die Infektionszahlen, mittlerweile sinken sie eher wieder. Damit folgt der Kreis der Tendenz in Bund und Land. Aufgrund der Impfkampagne sind die Zahlen nicht mehr direkt mit den Corona-Wellen der Vergangenheit zu vergleichen. Geimpfte erkranken eher selten schwer (nach Daten des RKI sind bundesweit 90% der ins Krankenhaus eingelieferten nicht vollständig geimpft). Daher richten sich die Maßnahmen des Landes nicht mehr nach der Inzidenz der Neuinfektionen, sondern danach wie viele Menschen ins Krankenhaus kommen („Hospitalisierungsinzidenz“) oder mit Covid-19 auf der Intensivstation liegen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist für den Kreis leider nicht exakt bekannt. Wir berechnen allerdings einen groben Schätzwert. Für Maßnahmen sind Werte des Kreises aber ohnehin unerheblich, dann es wird immer das Land als ganzes betrachtet. Die Hospitalisierungsinzidenz steigt allerdings auch mit zunehmender Inzidenz der Neuinfektionen. Daher gilt es weiterhin, Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Bleiben Sie deshalb bitte unbedingt achtsam und vorsichtig. Und lassen Sie sich, wenn möglich, Impfen. Impfen schützt nicht nur Sie, sondern auch alle Mitmenschen und insbesondere Kinder, für die es unter 12 Jahren keine Impfung gibt. Wie gut der Kreis sich im Vergleich mit anderen Kreise in Baden-Württemberg schlägt, können sie hier nachsehen. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Lassen Sie sich impfen und nehmen Sie auch die Zweitimpfung wahr! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis wieder zu senken und niedrig zu halten!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Weiterer Todesfall bestätigt

Das Gesundheitsamt hat einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei der Verstorbenen handelt es sich um eine Frau im Alter von unter 65 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 93 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon 73 im Jahr 2021.

Neue Corona-Verordnung des Landes in Kraft

Die geänderte Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist am Freitag, 15. Oktober, in Kraft getreten. Sie führt ein 2G-Optionsmodell und eine Testpflicht für nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte sowie Selbstständige mit Außenkontakt ein. Entscheiden sich Veranstalterinnen und Veranstalter oder Betreiberinnen und Betreiber von Einrichtungen für die 2G-Option, lassen also nur Geimpfte und Genesene zu, müssen die Gäste keine Maske mehr tragen. Die bereits mit der letzten Verordnung eingeführten Stufen (Basis-, Warn- und Alarmstufe) sowie die damit verbundenen Regelungen bleiben bestehen.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass das Infektionsgeschehen derzeit stabil sei. Im Herbst und Winter stehe aber eine Bewährungsprobe bevor, wenn sich die Menschen wieder vermehrt in Innenräumen aufhalten. Das 2G-Optionsmodell ermögliche Flexibilität. Die Zahlen bewegten sich aktuell auf einem Plateau. Nach wie vor seien es überwiegend nicht geimpfte Personen, die mit schweren Verläufen auf den Intensivstationen behandelt werden müssen. Gleichzeitig sei die Impfquote weiter angestiegen. Mit den Stufen sei jedoch ein gut durchdachtes sowie mit Expertinnen und Experten aus der Praxis eng abgestimmtes Konzept vorhanden, um frühzeitig zu reagieren, wenn dem Gesundheitssystem die Überlastung drohe.

Auf der Basis eines Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz wird geregelt, dass sich nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte sowie Selbstständige mit Außenkontakt künftig auch in der Basisstufe zweimal wöchentlich mit einem Antigen-Schnelltest testen lassen müssen. Dies galt bislang in Baden-Württemberg nur für die Warn- und Alarmstufe. Bereits jetzt seien Arbeitgeber nach der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes verpflichtet, ihren Beschäftigten solche Tests zweimal wöchentlich anzubieten, allerdings sind diese freiwillig. Für nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte mit Außenkontakt gelte fortan eine Testpflicht, mit der ein Gleichklang zu dem mit einem 3G-Nachweis stattfindenden Publikumsverkehr herbeigeführt werde, erläuterte das Ministerium.

Eine weitere wesentliche Änderung ist, dass die Möglichkeit, Daten zu erheben, auf die Corona-Warn-App und vergleichbare Applikationen ausgeweitet wird. Damit ist für das digitale Kontaktpersonen-Tracing die Luca-App nicht mehr erforderlich. Luca wurde von vielen Experten als unsicher kritisiert und obendrein nach Presseberichten bundesweit kaum genutzt. Gerade mit der geänderten Kontaktverfolgungs-Strategie des Landes bietet die Corona-Warn-App deutlich Vorteile, da hier Warnungen über Infektionsrisiken auch ohne Mitwirkung des Gesundheitsamts und vollautomatisch ausgelöst werden. Darüber hinaus ist auch der Datenschutz vollumfänglich gewährleistet.

Außerdem wir die Personenobergrenze von 25.000 Teilnehmenden bei Großveranstaltungen aufgehoben, sofern ausschließlich immunisierten Personen Zutritt gewährt wird. Außer geimpften oder genesenen Personen sind auch Schülerinnen und Schüler sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, zugelassen. Der Betrieb von Dampfbädern, Dampfsaunen und Warmlufträumen ist nicht mehr untersagt. Der Zutritt ist nur für immunisierte Personen zulässig.

Die Zahlen und Grenzwerte der Warn- oder Alarmstufe sind laut Ministerium landesweit nicht erreicht oder überschritten. Die Warnstufe wird erreicht, wenn die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz 8,0 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 250 erreicht oder überschreitet. Die Alarmstufe tritt in Kraft, sobald die Sieben-Tage-Hospitalisierungsinzidenz den Wert 12 erreicht oder überschreitet oder die Auslastung der Intensivbetten in Baden-Württemberg an zwei aufeinanderfolgenden Werktagen den Wert von 390 erreicht oder überschreitet. Von diesen Werten sind wir aktuell weit entfernt (siehe Info-Block ganz zu Anfang des Artikels).

Die Zahlen in Bund und Land

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan unterhalb des Bundes- und Landesschnitt. Zu beachten ist allerdings, dass die Inzidenz der Neuinfektionen durch die Impfungen stark an Bedeutung eingebüßt hat und auch nicht mehr als Richtwert für Corona-Regeln genutzt wird.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Als zusätzlichen Service geben wir auch die Inzidenzen nach RKI-Altersgruppen an. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der geringen Bevölkerungszahl im Kreis auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können.

Corona-Inzidenzen nach Altersgruppen im Main-Tauber Kreis. Beachten Sie bitte, dass auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können. Daher ist die Grafik mit Vorsicht zu interpretieren! (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Donnerstag, 14., und am Freitag, 15. Oktober, insgesamt 25 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 13 am Donnerstag und 12 am Freitag. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von acht Städten und Gemeinden des Landkreises und befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens zwölf Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. Eine Person ist aus einem Hochrisikogebiet im Ausland zurückgekehrt. Für die Kontakte der neu Infizierten wurde Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 6090.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 15.10.
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 15.10., Quelle: Landratsamt in TBB)

Die Zahl der Genesenen steigt um 22 Personen auf 5889. Somit sind derzeit 108 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Sie verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 34 (+6), Boxberg: 9 (+4), Creglingen: 1, Freudenberg: 3 (+1), Großrinderfeld: 0, Grünsfeld: 0, Igersheim: 6 (+3), Königheim: 0, Külsheim: 5 (+1), Lauda-Königshofen: 2, Niederstetten: 3, Tauberbischofsheim: 11 (+5), Weikersheim: 4, Werbach: 0, Wertheim: 28 (+5) und Wittighausen: 2.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 402,6 (28.11., rki)
BaWü: 523,2 (28.11., rki)
Deutschland 454,3 (28.11., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 391,2
Neuinfektionen
Main Tauber: 18 / 40 [28.11.]
BaWü 3957 / 7812 [27.11.]
Deutschland 29364 / 44401 [27.11.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 445/88 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 873 (29.11., tbb)
BaWü 139.988 (28.11., rki)
Deutschland 837.317 (28.11., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 6/3 | 6/3 [28.11.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.