Am heutigen Mittwoch meldet der Main-Tauber Kreis 22 Corona Neuinfektionen. Letzten Mittwoch gab es laut Meldung des Kreises 23 neue Fälle. Die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg beträgt 1,98. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Hospitalisierungen (geschätzt) bei 1,6 und die der Neuinfektionen bei 62,6 (Tagesmeldung LGA 06.10.). Heute auch nochmals mit Informationen zu Impfungen.

Corona Kenndaten Baden-Württemberg
Aktuelle Stufe: Basisstufe
Hospitalisierungs-Inzidenz: 1,98 [-0,13 7T:-0,32]
Intensivbetten m. Covid: 194 [+1]
7-Tage Inzidenz gesamt: 78,4 [-0,3 7T:-4,1]
7-Tage Inzidenz geimpft: 22.3 [+0,1 7T:+1,2]
7-Tage Inzidenz ungemimpt: 174 [-0,6 7T:-11,9]
7-Tage R-Wert: 0,94 [-0,04 7T:-0,01]
Impfquote (vollständig): 63,0% [+0,1 7T:+0,3]
Stand: 06.10.; 7T=Vergleichswert Vorwoche

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist aktuell stabil. Seit Mitte Juli stiegen die Infektionszahlen, mittlerweile sinken sie eher wieder. Damit folgt der Kreis der Tendenz in Bund und Land. Aufgrund der Impfkampagne sind die Zahlen nicht mehr direkt mit den Corona-Wellen der Vergangenheit zu vergleichen. Geimpfte erkranken eher selten schwer (nach Daten des RKI sind bundesweit 90% der ins Krankenhaus eingelieferten nicht vollständig geimpft). Daher richten sich die Maßnahmen des Landes nicht mehr nach der Inzidenz der Neuinfektionen, sondern danach wie viele Menschen ins Krankenhaus kommen („Hospitalisierungsinzidenz“) oder mit Covid-19 auf der Intensivstation liegen. Die Hospitalisierungsinzidenz ist für den Kreis leider nicht exakt bekannt. Wir berechnen allerdings einen groben Schätzwert. Für Maßnahmen sind Werte des Kreises aber ohnehin unerheblich, dann es wird immer das Land als ganzes betrachtet. Die Hospitalisierungsinzidenz steigt allerdings auch mit zunehmender Inzidenz der Neuinfektionen. Daher gilt es weiterhin, Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Bleiben Sie deshalb bitte unbedingt achtsam und vorsichtig. Und lassen Sie sich, wenn möglich, Impfen. Impfen schützt nicht nur Sie, sondern auch alle Mitmenschen und insbesondere Kinder, für die es unter 12 Jahren keine Impfung gibt. Wie gut der Kreis sich im Vergleich mit anderen Kreise in Baden-Württemberg schlägt, können sie hier nachsehen. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Lassen Sie sich impfen und nehmen Sie auch die Zweitimpfung wahr! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis wieder zu senken und niedrig zu halten!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Impfquote im Land soll weiter gesteigert werden

Das Impfen ist seit kurzem in die Regelversorgung durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und die Betriebsärztinnen und Betriebsärzte übergegangen. Alle Impfzentren im Land wurden dagegen zum 1. Oktober geschlossen. Der Fortschritt der Impfkampagne habe es erlaubt, diesen Paradigmenwechsel vorzunehmen. Unterstützt werden die Ärztinnen und Ärzte zunächst von 30 mobilen Impfteams, teilte das Gesundheitsministerium Baden-Württemberg mit.

„Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität ist, dass die Impfzentren geschlossen wurden. Bürgerinnen und Bürger, die bis jetzt noch unsicher waren und sich daher noch nicht haben impfen lassen, haben weiterhin die Chance, im vertrauensvollen Miteinander gemeinsam mit ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt etwaige Zweifel auszuräumen“, sagt Erster Landesbeamter Florian Busch, Leiter des Corona-Arbeitsstabs im Landratsamt. „Die Impfung ist nach wie vor das wirksamste Mittel, um der Pandemie ein Ende zu setzen und sich selbst und seine Mitmenschen zu schützen“, erläutert Erster Landesbeamter Busch.

Einen Teil ihrer Kapazitäten werden die Mobilen Impfteams auch weiterhin für Vor-Ort-Impfaktionen einsetzen. In einigen Kommunen werden diese außerdem auch von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten vorgenommen, wie bisher schon. Vor-Ort-Impfungen sind laut Ministerium eine wichtige Anlaufstelle für Menschen ohne Hausärztin oder Hausarzt, für junge Menschen, die viel unterwegs sind, und für Menschen, für die aus anderen Gründen eine Impfung bisher noch nicht möglich war.

Sofern die Zweitimpfung ab Oktober stattfinden soll, muss rechtzeitig Kontakt mit der Hausarztpraxis oder einer niedergelassenen Ärztin oder einem niedergelassenen Arzt aufgenommen werden, um einen Termin zu vereinbaren. Eine Impfung ist auch in Privatpraxen möglich. Wer keine Hausarztpraxis hat, kann auf der Internetseite der Kassenärztlichen Vereinigung BW über die Corona-Karte Baden-Württemberg unter www.kvbawue.de/index.php?id=1102 den Standort der nächstgelegenen Corona- Schwerpunktpraxis finden, um einen Zweitimpfungstermin zu vereinbaren.

Für die Terminvereinbarung ist es wichtig, dass der Mindestabstand zwischen Erst-, Zweit- und Drittimpfung jeweils eingehalten wird und auch, dass der Termin mindestens zwei Wochen vor der fälligen Impfung mit der Arztpraxis vereinbart wird. Nur so kann die Arztpraxis die entsprechenden Impfstoffmengen bestellen und die Impftermine auch in Gruppen zusammenfassen, um den Verwurf von Impfstoff zu vermeiden. Eventuell bestehende Impftermine in einem Impfzentrum nach dem 30. September sind ungültig, auch falls E-Mail-Erinnerungen durch die Impfterminsoftware versandt werden.

Das Ministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) wollen gemeinsam die Impfleistungen im Land kontinuierlich evaluieren. Dabei werden sie von den Kommunalen Landesverbänden unterstützt. Bei Bedarf werden laut Ministerium zusätzliche Maßnahmen ergriffen. Wenn in einzelnen Regionen objektiv Engpässe auftreten, wird zunächst die KVBW in Kontakt mit den Ärztinnen und Ärzten vor Ort treten, um das Impfangebot durch diese zu erweitern. Wenn das nicht ausreicht, wird das Land gezielt das zusätzliche Impfangebot durch ergänzende Mobile Impfteams aufstocken.

Zwischenzeitlich sind von den Menschen ab zwölf Jahren in Baden-Württemberg laut Ministerium rund 70 Prozent vollständig geimpft. Daran hatten die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bisher schon einen wichtigen Anteil. Die Menschen könnten sich darauf verlassen, dass in Baden-Württemberg auch weiterhin Impfungen flächendeckend und sicher angeboten werden, erklärte das Gesundheitsministerium.

Das Ministerium teilte mit, dass es den Impfzentren und den sehr engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danke. Gemeinsam mit Land, Kommunen und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten hätten die Beteiligten die Impfkampagne von Anfang an maßgeblich vorangebracht. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus müssen laut Ministerium unvermindert fortgeführt werden.

Das Land führe die Bemühungen weiter, die Impfquote zu steigern. Insbesondere bei der Bevölkerung unter 60 Jahren gebe es noch viele Menschen, die noch nicht geschützt seien. Wer noch unsicher ist, findet zum Beispiel auf https://www.dranbleiben-bw.de/aufklaerung viele Informationen rund um die Impfung. Jeder solle sich jetzt um eine Impfung kümmern, zum Schutz für sich selbst und andere. Auch wer bisher noch keine Hausärztin oder keinen Hausarzt habe, könne bei der Arztpraxis in der Nähe nach Terminvereinbarung eine Impfung erhalten. Vielleicht sei dies jetzt ein guter Ansporn, sich generell eine Hausärztin oder einen Hausarzt zu suchen. Zusätzlich bieten auch viele Facharztpraxen Impfungen gegen das Virus an, erläuterte das Ministerium.

Die Zahlen in Bund und Land

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan im Bereich von Bundes- und Landesschnitt. Zu beachten ist allerdings, dass die Inzidenz der Neuinfektionen durch die Impfungen stark an Bedeutung eingebüßt hat und auch nicht mehr als Richtwert für Corona-Regeln genutzt wird.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Als zusätzlichen Service geben wir auch die Inzidenzen nach RKI-Altersgruppen an. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der geringen Bevölkerungszahl im Kreis auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können.

Corona-Inzidenzen nach Altersgruppen im Main-Tauber Kreis. Beachten Sie bitte, dass auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können. Daher ist die Grafik mit Vorsicht zu interpretieren! (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Dienstag, 5. Oktober, und Mittwoch, 6. Oktober, insgesamt 28 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon sechs am Dienstag und 22 am Mittwoch. Die betroffenen Personen leben im Gebiet von neun Städten und Gemeinden des Landkreises. Die neu Infizierten befinden sich in häuslicher Isolation. Es handelt sich in mindestens 17 Fällen um Kontaktpersonen zu bekannten Fällen. Drei Personen sind aus dem Ausland zurückgekehrt, davon eine Person aus einem Hochrisikogebiet. Für die Kontakte der neu Infizierten wurde Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 6001.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 06.10.
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 06.10., Quelle: Landratsamt in TBB)

Die Zahl der Genesenen steigt um 24 Personen auf 5791. Somit sind derzeit 119 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Sie verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1, Assamstadt: 3, Bad Mergentheim: 37 (+10), Boxberg: 6, Creglingen: 4 (+1), Freudenberg: 1, Großrinderfeld: 1, Grünsfeld: 0, Igersheim: 6 (+2), Königheim: 3, Külsheim: 7 (+2), Lauda-Königshofen: 5 (+2), Niederstetten: 1, Tauberbischofsheim: 3 (+2), Weikersheim: 20 (+1), Werbach: 0, Wertheim: 19 (+7) und Wittighausen: 2 (+1).

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 53,6 (21.10., rki)
BaWü: 123,3 (21.10., rki)
Deutschland 95,3 (21.10., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 58,9 (Prognose für morgen)
Neuinfektionen
Main Tauber: 18 / 23 [21.10.]
BaWü 5102 / 1237 [20.10.]
Deutschland 19572 / 16077 [20.10.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 13/58 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 114 (22.10., tbb)
BaWü 23.503 (21.10., rki)
Deutschland 150.242 (21.10., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 1/0 | 1/1 [21.10.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.