Am heutigen Freitag meldet der Main-Tauber Kreis neun Neuinfektion. Am vergangenen Freitag waren es nur acht – entsprechend steigt die Inzidenz heute abermals, aber nur sehr leicht. Ein gewisses „Auf und Ab“ ist in der aktuellen Lage normal, zumindest solange es nur bei leichten Schwankungen bleibt.Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt heute bei 26,4 (offizieller Wert des RKI). Es gibt nun auch mehr Klarheit zur Ausstellung des digitalen Impfnachweises. Details dazu finden Sie unten.

Corona-Neuinfektionen Main-Tauber Kreis, Stand 2021-06-11
Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Die Situation im Main-Tauber Kreis ist erfreulich. Die Inzidenz pendelt seit dem 8. Mai um 50. Aktuell sieht es so aus, als wenn wir diesen Wert dauerhaft unterschreiten könnten. Auch eine längere Unterschreitung von 35 scheint greifbar nah. Die Werte sind jetzt schon so niedrig, dass auch relativ wenige neue Fälle zum Anstieg führen. Wie leicht das passieren kann, sieht man konkret an den Zahlen vom 16. Mai, die den Kreis direkt wieder über eine Inzidenz von 50 gebracht haben. Um Beispielsweise eine Inzidenz von 35 zu halten, dürften im täglichen Schnitt nicht mehr als gut sechs Neuinfektionen auftreten. Bitte helfen Sie mit, den guten Trend fortzusetzen und halten Sie sich an alle Maßnahmen! Nun gilt es auch den R-Wert für des Kreises im Auge zu behalten. Wie gut der Kreis sich im Vergleich mit anderen Kreise in Baden-Württemberg schlägt, können sie hier nachsehen. Die Zahlen in Bund und Land sind weiterhin hoch, fallen aber seit dem 27. April. (In blau: Änderungen der Einschätzung gegenüber gestern)

Jetzt wichtig: Vorsichtig und achtsam miteinander umgehen, Corona-Schutzmaßnahmen beachten! Vermeiden Sie alle Kontakte, die nicht absolut notwendig sind! Helfen Sie mit, die Inzidenz im Kreis weiter zu drücken!

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Impfausweis zunächst per Post oder von Apotheken

Baden-Württemberg startet am 14. Juni mit dem digitalem Impfnachweis. Bereits in den Impfzentren vollständig geimpfte Personen erhalten den Nachweis automatisch per Post. Das digitale Zertifikat ist ein zusätzliches Angebot zum gelben Impfausweis, der als Ausweisdokument seine Gültigkeit behält.

Ab Montag, den 14. Juni 2021, werden in den Impfzentren in Baden-Württemberg nach der Zweitimpfung digitale Impfnachweise ausgegeben. Diese können dann durch einen QR-Code von Smartphone-Apps ausgelesen werden, sodass der gelbe Impfpass nicht mehr mitgeführt werden muss. Bürgerinnen und Bürger, die bereits beide Impfungen in den Impfzentren erhalten haben, bekommen den digitalen Impfnachweis in den nächsten Wochen automatisch per Post zugeschickt. Wer die Impfungen beim Hausarzt / bei der Hausärztin erhalten hat, kann eine Apotheke für die nachträgliche Ausstellung aufsuchen. Gleiches gilt für Genesene oder nicht in Baden-Württemberg Geimpfte. Arztpraxen werden ab Mitte Juli die digitalen Impfzertifikate ausstellen können. Das digitale Zertifikat ist ein zusätzliches Angebot zum gelben Impfausweis, der als Ausweisdokument seine Gültigkeit behält.

Technische Voraussetzungen erfüllt / Gelber Impfpass weiterhin gültig

Baden-Württemberg hat zügig die technischen Voraussetzungen geschaffen. Auch der bundesweite Testlauf in der vergangenen Woche lief sehr erfolgreich, wir sind startklar“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Donnerstag, 10. Juni, in Stuttgart. „Der digitale Impfnachweis wird den Alltag vieler Menschen im Land erleichtern. Wir gehen davon aus, dass der Bund bis dahin auch die letzten technischen Fragen bei der App gelöst hat und auch diese am Montag an den Start geht. Ein Smartphone ist aber keine zwingende Voraussetzung – auch ohne ein entsprechendes Gerät ist der Nachweis gültig. Auch der gelbe Impfausweis wird weiterhin akzeptiert.

Kreisimpfzentrum selbst kann leider keine Zertifikate nachträglich ausstellen

Unser Impfzentrum kann die digitalen Zertifikate leider nicht nachträglich ausstellen“, betont Dietmar Freidhof, Leiter des Kreisimpfzentrums (KIZ) in Bad Mergentheim. „Angesichts der bereits gut 15 000 erfolgten Zweitimpfungen wäre das ein deutlicher zusätzlicher und nicht vertretbarer Mehraufwand für unser Personal, der ausdrücklich nicht zu unseren Aufgaben als Betreiber des Impfzentrums gehört. Unsere Aufgabe ist weiterhin der reibungslose Ablauf der Impfungen selbst, was im Sieben-Tage-Betrieb eine immense Herausforderung ist“, erklärt Freidhof. „Wir bitten bereits vollständig geimpfte Personen, die die Ausstellung eines digitalen Impfnachweises wünschen, nicht im KIZ Bad Mergentheim vorstellig zu werden, sondern die postalische Zusendung durch das Land Baden-Württemberg abzuwarten oder andere Möglichkeiten zum Erhalt des digitalen Impfnachweises zu nutzen.

Für bereits früher erfolgte Impfungen stellen ab Montag erste Apotheken bundesweit nachträglich digitale Impfzertifikate aus. Teilnehmende Apotheken kann man nach Informationen des Bundes in den kommenden Tagen online auf dem neuen Service-Portal der Vor-Ort-Apotheken finden. Voraussetzung ist die Vorlage des vollständigen Impfnachweises mit dem gelben Impfausweis oder eine gleichwertige Impfbescheinigung in Kombination mit einem amtlichen Lichtbildausweis.

Arztpraxen können Impfnachweise ab Mitte Juli ausstellen

Auch Arztpraxen werden die digitalen Impfzertifikate ausstellen können, sowohl für die Menschen, die durch den Arzt / die Ärztin geimpft wurden, als auch für andere. Die dafür notwendige Softwarelösung – das Ausstellen der Impfzertifikate soll direkt aus dem Praxisverwaltungssystem erfolgen – steht derzeit allerdings noch nicht zur Verfügung. Erst ab Mitte Juli werden auch die Arztpraxen technisch in der Lage sein, das Impfzertifikat auszustellen. Bis dahin sind die Praxen mit Impfungen vollständig ausgelastet.

Software ermöglicht automatische Erstellung und Versand

Die schnelle Einführung des digitalen Impfnachweises ist in Baden-Württemberg durch die Nutzung der Impfdokumentationssoftware des Landes esQlab.online des Unternehmens Gradient möglich. Nach erfolgter vollständiger Impfung wird ein QR-Code erstellt, mit dem die Nutzerinnen und Nutzer nach der Installation einer kostenfreien App (CovPass-App oder Corona-Warn-App) den digitalen Impfnachweis direkt auf ihr Smartphone laden können. Die Überprüfung des Impfstatus erfolgt mit der CovPassCheck-App. Mit ihr kann der Impfstatus – ähnlich wie der QR-Code eines Flug- oder Bahntickets – gescannt werden.

Ein weiterer Fall von Virus-Mutationen nachgewiesen

Bei einem Infektionsfall wurde durch nachträgliche Typisierung der Laborprobe die Alpha-Variante des Coronavirus nachgewiesen. Nunmehr wurde bei insgesamt 1083 Fällen im Kreis eine Virusmutation festgestellt.

Kindergartengruppe und Pflegeheim-Wohnbereich unter Quarantäne

Wegen zweier positiver PCR-Tests bei Kindern wurde für eine Gruppe der Kath. Kindertagesstätte St. Anna in Gerchsheim Quarantäne angeordnet.

Zudem wurde wegen eines positiven PCR-Tests ein Wohnbereich des Pflegeheims Johannes-Sichart-Haus in Tauberbischofsheim unter Quarantäne gestellt.

Quarantäne für Pflegeheim-Wohnbereich aufgehoben

Nach Abschluss aller Reihentests wird die Quarantäne, die für einen Wohnbereich des Pflegeheims Carolinum in Bad Mergentheim bestand, am Samstag, 12. Juni, aufgehoben. Einzelne Bewohner bleiben weiterhin in Quarantäne auf ihren Zimmern.

Die Zahlen in Bund und Land

Infektionen mit Corona-Mutationen in Baden-Württemberg
Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Fallzahlen in Bund und Land sinken aktuell. Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan in der Nähe des Bundes- und Landesschnitt.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

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Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden am Freitag, 11. Juni, neun neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt. Die betroffenen Personen leben im Gebiet der Städte und Gemeinden Großrinderfeld, Külsheim, Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Wertheim. Sie befinden sich in häuslicher Isolation. In mindestens acht Fällen handelt es sich um Kontaktpersonen zu bereits bekannten Fällen. Für die Kontakte der neu infizierten Personen wurde, sofern erforderlich, Quarantäne angeordnet und eine Testung veranlasst. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 5102.

Karte mit aktiven Corona-Fällen im Main Tauber Kreis am 2021-06-11
Kreiskarte: aktive Coronavirus-Infektionen im Main-Tauber-Kreis, aufgeschlüsselt nach Städten und Gemeinden (Stand: 11.06., Quelle: Landratsamt in TBB)

Die Zahl der bereits Genesenen steigt um zehn auf nunmehr 4938. Somit sind derzeit 75 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Diese Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 0, Assamstadt: 0, Bad Mergentheim: 7, Boxberg: 2, Creglingen: 0, Freudenberg: 2, Großrinderfeld: 5 (+4), Grünsfeld: 1, Igersheim: 0, Königheim: 0, Külsheim: 3 (+1), Lauda-Königshofen: 18 (+1), Niederstetten: 0, Tauberbischofsheim: 7 (+1), Weikersheim: 1, Werbach: 1, Wertheim: 27 (+2) und Wittighausen: 1.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

Durchgeführte Impfungen im Kreis: Erstimpfung 31.539,
Zweitimpfung 14.663, mit Johnson&Johnson: 840,
in Arztpraxen (Erst- und Zweit): 21.935
(Stand 7.6., wöchentliche Aktualisierung)

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 20,4 (13.06., rki)
BaWü: 23,9 (13.06., rki)
Deutschland 16,6 (13.06., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 18,1
Neuinfektionen
Main Tauber: 0 / 1 [12.06.]
BaWü 108 / 329 [12.06.]
Deutschland 549 / 1489 [12.06.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 16/11 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 59 (13.06., rki)
BaWü 6.951 (13.06., rki)
Deutschland 45.052 (13.06., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 0/0 | 0/0 [12.06.]

Corona-Schnelltests
werden von verschiedenen Gemeinden durchgeführt. Darüber hinaus bieten auch viele Geschäfte, Ärzte und Apotheken Schnelltests an.

Die wichtigsten Corona-Beschränkungen

  • Es dürfen sich maximal zehn Personen aus drei Haushalten treffen (Kinder bis 13 und vollständig Geimpfte und Genesene zählen dabei nicht mit)
  • Medizinische Masken (OP, FFP2) müssen unter anderem beim Arzt, Einkaufen und im ÖPNV getragen werden (ab 6 Jahren Lebensalter)
  • Unter anderem für Friseur-Besuche ist momentan kein negativer Schnelltest notwendig

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Hinweis: der Artikel wurde am 3. Juni 2021 um 19 Uhr um Angaben zur neuen Corona-Verordnung aktualisiert.

Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Corona-Mutationen in Baden-Württemberg finden Sie hier.