Das Land Baden-Württemberg greift die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse in Bezug auf die Aerosol-Übertragung des Corona-Virus auf. Es wird ein Expertenkreis einberufen, der neue Regeln für die Praxis erarbeiten soll. Das Land merkt an, dass Aerosole der Haupt-Infektionsweg mit SARS-CoV-2, dem Coronavirus, sind.

Symbolbild Zigarettenrauch
Ein Aerosol: hier Zigarettenrauch als Beispiel. Auch das Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet sich nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen vor allem durch Aerosole, also durch die Raumluft. Die bisherigen Schutzmassnahmen berücksichtigen das noch zu wenig. (Symbolbild: Ralf Kunze / Pixabay)

In der Pressemitteilung der Landesregierung heißt es: „Auf Beschluss der Lenkungsgruppe werden das Wissenschaftsministerium und das Sozialministerium einen multidisziplinären Expertenkreis einberufen, der sich mit den neuesten Erkenntnissen über die Verbreitung von Aerosolen beschäftigen, und auch kurzfristig Handlungsempfehlungen geben soll. Aerosole sind flüssige Partikel, die stundenlang in einem Raum schweben können und bei Einatmung tief in die Lunge vordringen. Sie gelten als ein Haupttreiber der Corona-Pandemie. Wenn sich im Herbst und Winter das private und öffentliche Leben vermehrt in geschlossene Räume verlagert, ist es von erheblicher Bedeutung die Ausbreitung der Aerosole einzudämmen. Die Raum- und Luftverhältnisse beeinflussen das Infektionsrisiko ganz entscheidend. Gerade in Bereichen, die in besonderem Maße potentiell gefährdet sind, sollen gesonderte Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die über die gute Durchlüftung oder die begrenzet Personenzahl in einem Raum hinausgehen.“ [Hervorhebungen durch uns]

Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung – auch wenn das Ergebnis natürlich noch unklar ist. In der Fachwelt diskutiert man bereits seit Wochen über den Einsatz von z.B. Luftreinigern. Auch kann man nicht genug darauf hinweisen, dass Aerosole durch Schutzmasken erfolgreich reduziert werden können.

Quelle: Pressemitteilung der Corona-Lenkungsgruppe des Landes Baden-Württemberg vom 23. September

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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