Am heutigen Mittwoch meldet der Main-Tauber Kreis 147 Corona Neuinfektionen sowie leider auch zwei weitere Todesfälle. Letzten Mittwoch gab es laut Meldung des Kreises 136 neue Fälle. Die Hospitalisierungsinzidenz für Baden-Württemberg beträgt 2,20. Im Main-Tauber Kreis liegt die Sieben-Tage Inzidenz der Hospitalisierungen (geschätzt) bei 2,0 und die der Neuinfektionen bei 315,0 (Tagesmeldung LGA 12.01.). Laut Pressemitteilung des Kreises ist ein Impfangebot ergänzend nun auch für Kinder von 5 bis 11 Jahren im Regionalen Impfstützpunkt (RIS) in Königshofen derzeit in Planung. Damit könnte der von vielen wahrgenommene Engpass gelöst werden. UPDATE: ein erster Termin steht bereits fest! Experten des Landes beantworten übrigens am morgigen Donnerstag Fragen zur Kinderimpfung. Wann und wie genau das abläuft, finden Sie hier etwas weiter unten in der Meldung.

UPDATE/HINWEIS: es gab heute technische Probleme bei der Datenübermittlung an das Landesgesundheitsamt. Die Werte des LGA sind daher nicht vollständig. Dazu schreibt die Landesregierung: „Die heutige Berichterstattung des Landesgesundheitsamtes zu COVID-19 erfolgt heute mit Datenstand 13.00 Uhr. Im Rahmen eines Programmupdates der Meldesoftware SurvNet kam es heute zu einer technischen Störung. Dies hatte zur Folge, dass die Meldedaten der Gesundheitsämter ab 13.00 nicht in die Datenbank importiert werden konnten. Aktuell wird an der Behebung des technischen Problems gearbeitet.

Corona Kenndaten Baden-Württemberg
Aktuelle Stufe: Alarmstufe II (primär 2G, 2G+)
Hospitalisierungs-Inzidenz: 2,20 [-0,50 7T:-0,80]
Intensivbetten m. Covid: 386 [-16]
7-Tage Inzidenz gesamt: 347,5 [-9,6 7T:+91,2]
7-Tage R-Wert: 1,15 [+0,09 7T:+0,15]
Impfquote (vollständig): 70,5% [+0,2 7T:+0,7]
Stand: 12.01.; 7T=Vergleichswert Vorwoche

Die Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis. Gezeigt ist die Sieben-Tage Inzidenz. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Main-Tauber Kreis)

Unsere Lageeinschätzung

Die Situation im Main-Tauber Kreis kann nur noch in Verbindung mit Baden-Württemberg und ganz Deutschland bewertet werden. Insgesamt ist die Lage kritisch. Der Expertenrat der Bundesregierung erwartet durch die Omikron Variante sehr stark ansteigende, hohe Fallzahlen und eine insgesamt hohe Gefährdung. Omikron ist sehr viel ansteckender und kann außerdem die Impfungen umgehen. Der Schutz vor schweren Erkrankungen erscheint aktuell zwar immer noch gut, vor Ansteckung schützt die Impfung jedoch kaum noch. Um vor der Omikron Welle möglichst gut geschützt zu sein, ist eine Booster-Impfung dringend notwendig. Außer dem ist es wichtiger als jemals zuvor, Maske zu tragen und Kontakte auf das Allernötigste zu reduzieren. Auf Kontakte sollte weitestmöglich verzichtet werden. Ist das nicht möglich, wird dringend geraten, sich vor Treffen testen zu lassen. Wer noch gar nicht geimpft ist, sollte das schleunigst nachholen. Im laufe des Januar kann man vermutlich abschätzen, ob die heutigen Prognosen zur Risikolage zutreffen. Sie gelten aber als extrem wahrscheinlich, da auch aus den Nachbarländern ähnliche Entwicklungen zu melden sind. In Deutschland erfolgt die Verbreitung zumindest Anfang Januar scheinbar langsamer als in den Nachbarländern.

Das Gesundheitssystem ist bereits überlastet und wird sehr wahrscheinlich zunehmend überlastet werden. Die Entwicklung des Kreises folgt momentan im wesentlichen den übergeordneten Trends. Die Zahlen sinken aktuell nicht mehr, mit einem starken Anstieg durch Omikron ist auch hier zu rechnen. Auch an der Tauber dürfte die Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes nur noch sehr eingeschränkt funktionieren. Die Nachfrage nach Corona-Impfungen ist aktuell hoch. Impftermine sind kurzfristig verfügbar. Dafür sind allerdings gewisse Fahrzeiten erforderlich, außerdem kann der Impfstoff nicht frei gewählt werden. Das führt zu einer gewissen Behinderung der Impfbereitschaft. Seien Sie flexibel und nutzen die diversen Termin-Services.

Hinweis: Diese Lageeinschätzung wurde am 11.01.2021 an die Lage angepasst. Text in blauer Schrift kennzeichnet Änderungen.

Visualisierung der Corona-Schutzmaßnahmen
Bleiben Sie gesund. Helfen Sie mit, das Corona-Virus einzudämmen. Mit einfachen Maßnahmen können wir alle dazu beitragen. Installieren Sie auch die Corona-Warn-App. (Grafik: Bundesregierung)

Corona-Impfungen im Main-Tauber Kreis

Impftermine buchen: https://www.main-tauber-kreis.de/impfen
BioNTech: 12 bis 29 Jährige * Moderna 30+
Booster: Mindestabstand 3 Monate zur Zweitimpfung, bzw. 4 Wochen zu Johnson & Johnson (kein Tag weniger!), Termin zwingend notwendig.

Außerdem in vielen Arztpraxen und bei weiteren Impfaktionen. Wo aktuell welche sind, findet man unter www.dranbleiben-bw.de sowie in Würzburg.

Zwei weitere Todesfälle im Landkreis bestätigt

Das Gesundheitsamt hat zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus bestätigt. Bei den Verstorbenen handelt es sich um eine Frau und um einen Mann jeweils im Alter von über 85 Jahren. Weitere Angaben macht das Landratsamt aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht. Damit sind im Main-Tauber-Kreis mittlerweile 135 Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie verstorben, davon neun im Jahr 2022.

Weitere Omikron-Mutationen nachgewiesen

Bei 42 der in den vergangenen Tagen gemeldeten Infektionsfälle im Main-Tauber-Kreis wurde die Omikron-Variante des Coronavirus durch nachträgliche Typisierung der Laborproben nachgewiesen. Damit wurde nunmehr bei insgesamt 231 Fällen im Landkreis die Omikron-Variante festgestellt.

Expertinnen und Experten beantworten offene Fragen zur Kinderimpfung

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg bietet am Donnerstag, 13. Januar, von 19 bis 20 Uhr einen digitalen Informationsabend an. Thema der Veranstaltung ist die Corona-Schutzimpfung für Kinder von fünf bis elf Jahren.

Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums, der Ärzteschaft sowie des Landesverbands des Deutschen Kinderschutzbundes beantworten Fragen rund um die Impfung für diese Personengruppe.

Als Referentinnen und Referenten werden Dr. med. Stephan Illing (Kinder- und Jugendpulmonologe, Infektiologe), Prof. Dr. med. Hans-Georg Kräusslich (Leitung der Virologie, Universitätsklinikum Heidelberg), Julia Wahnschaffe (Geschäftsführerin, Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Baden-Württemberg e.V.) und Sebastian Altemüller (Leitung der Stabsstelle Impfen, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg) teilnehmen.

Die Teilnahme an der digitalen Veranstaltung ist ohne vorherige Anmeldung möglich. Sie ist unter www.dranbleiben-bw.de/kinderundjugendliche zugänglich. Fragen zu der Veranstaltung können im Vorfeld via E-Mail an frage@dranbleiben-bw.de eingereicht werden. Ein Kinderimpfangebot im Regionalen Impfstützpunkt (RIS) in Königshofen ist derzeit in Planung.

Impftermine im RIS und an den Impfstationen sichern

Impftermine im Regionalen Impfstützpunkt (RIS) in Königshofen und in den drei Impfstationen der BBT-Gruppe in Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim können unter www.main-tauber-kreis.de/impfen gebucht werden.

Maßnahmen gelten zunächst bis zu den Faschingsferien

Vor allem aufgrund der Omikron-Variante hat Baden-Württemberg das Testnetz an Schulen und Kitas sowie in der Kindertagespflege noch enger gestrickt und die Investitionen noch einmal erhöht. Mehr als 26 Millionen Euro stellt das Land zusätzlich zu den bereits vorgesehenen Mitteln zur Verfügung, um seit dem Ende der Weihnachtsferien bis zum Beginn der Faschingsferien (Montag, 10. Januar, bis einschließlich Freitag, 25. Februar) die Häufigkeit beziehungsweise den Personenkreis der Testungen zu erweitern. Dies ist laut der Landesregierung ein weiterer Beitrag, um unkontrollierte Ausbruchsgeschehen zu verhindern und den Präsenzbetrieb sicherzustellen. Dass der Schulunterricht in Präsenz und dass Kinderbetreuungsangebote aufrecht erhalten bleiben, hat für das Land neben dem Gesundheitsschutz oberste Priorität.

In der ersten Woche nach den Ferien sollen sich alle nicht geboosterten Schülerinnen und Schüler täglich testen lassen, wenn an ihrer Einrichtung Antigenschnelltests zum Einsatz kommen. Sollten PCR-Pooltests verwendet werden, sollen die Schulen nach Möglichkeit weitere Antigenschnelltests anbieten.

Ab der zweiten Woche bis zu den Faschingsferien stehen dann drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Testungen für die Kinder und Jugendlichen auf dem Pflichtprogramm, wenn sie nicht geboostert sind. Darüber hinaus gilt für das gesamte nicht geboosterte Personal an Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege seit Ende der Weihnachtsferien eine Testpflicht an jedem Präsenztag.

Nach aktuellen Erkenntnissen kann der Schutz durch Auffrischungsimpfungen deutlich erhöht werden. Bis Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Erzieherinnen und Erzieher sowie weiteres Personal einen Booster erhalten haben, wird ein zusätzliches Testangebot geschaffen.

Das Gesundheitsministerium ergänzte, dass es weiterhin unheimlich wichtig sei, alle Vorsichts- und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten, denn das Virus könne nicht weggetestet werden. Es helfe nur Impfen und Boostern. Die etablierten und gut eingespielten Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen an Schulen und Kindertageseinrichtungen blieben bestehen, vom Tragen von Masken über das regelmäßige Lüften bis hin zu den Abstands- und Hygienevorgaben. Dadurch könnten die Kinder und Jugendlichen sowie das Personal gut gerüstet im Präsenzbetrieb bleiben.

Die Zahlen in Bund und Land

Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenzen im Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg und Deutschland. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Die Inzidenz im Main-Tauber Kreis liegt momentan im Bereich des Bundes- und Landesschnitt. Zu beachten ist allerdings, dass die Inzidenz der Neuinfektionen durch die Impfungen stark an Bedeutung eingebüßt hat und auch nicht mehr als Richtwert für Corona-Regeln genutzt wird.

Ein Blick auf die Altersstruktur der Neuinfektionen

Welche Altersgruppen infizieren sich? Dazu bietet das RKI Informationen in sechs, leider recht groben, Gruppen. Betrachtet man das über die Zeit, dann sieht es wie folgt aus:

Corona-Neuinfektionen im Main-Tauber Kreis nach „RKI-Altersgruppen“. Wichtig: die Daten sind nach „Meldedatum“ eingetragen. Dies weicht leicht ab von den täglichen Meldungen des Main-Tauber Kreises. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Im Bild sieht man die Gesamtzahl der Infektionen pro Tag. Die Altersgruppen sind dabei farblich gekennzeichnet und summieren sich zum Tageswert. Je größer der Anteil, desto mehr von der entsprechenden Farbe ist vertreten.

Als zusätzlichen Service geben wir auch die Inzidenzen nach RKI-Altersgruppen an. Beachten Sie aber bitte, dass aufgrund der geringen Bevölkerungszahl im Kreis auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können.

Corona-Inzidenzen nach Altersgruppen im Main-Tauber Kreis. Beachten Sie bitte, dass auch einzelne Fälle größere Ausschläge verursachen können. Daher ist die Grafik mit Vorsicht zu interpretieren! (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: RKI)

Detail-Zahlen zu Corona im Main-Tauber Kreis

Im Main-Tauber-Kreis wurden in der Zeit von Dienstag, 11., bis Mittwoch, 12. Januar, insgesamt 225 neue Fälle einer Coronavirus-Infektion bestätigt, davon 78 am Dienstag und 147 am Mittwoch. Die Gesamtzahl der bislang bestätigt infizierten Personen im Landkreis beträgt nun 10.915.

Corona-Fälle im Main Tauber Kreis
Corona-Inzidenzen der einzelnen Städte und Gemeinden im Main-Tauber Kreis. Da die Einwohnerzahlen allesamt recht gering ist, können schon wenige Fälle starke Auswirkungen haben. Leider zeigt unser Grafik-Werkzeug nur die Postleitzahlen an. (Grafik: Rainer Gerhards, Daten: Landratsamt in TBB, Stand: 12.01.)

Die Zahl der Genesenen steigt um 19 Personen auf 10.183. Somit sind derzeit 597 Personen im Landkreis aktiv von einer nachgewiesenen Infektion betroffen. Die am Dienstag und Mittwoch neu festgestellten Fälle verteilen sich auf das Gebiet der Kommunen Ahorn: 1, Assamstadt: 9, Bad Mergentheim: 32, Boxberg: 15, Creglingen: 6, Freudenberg: 4, Großrinderfeld: 3, Grünsfeld: 3, Igersheim: 6, Königheim: 7, Külsheim: 12, Lauda-Königshofen: 34, Niederstetten: 4, Tauberbischofsheim: 30, Weikersheim: 5, Werbach: 4, Wertheim: 46 und Wittighausen: 4.

Corona-Fakten für Main-Tauber in Kürze

7-Tage Inzidenz
Main Tauber: 1.124,6 (27.01., rki)
BaWü: 1.031,1 (27.01., rki)
Deutschland 1.076,9 (27.01., rki)
Unsere Berechnung Main Tauber: 1.123,9
Neuinfektionen
Main Tauber: 323 / 307 [26.01.]
BaWü 23751 / 27891 [26.01.]
Deutschland 190148 / 203136 [26.01.]
Erkrankungsbeginn bekannt/unbekannt Kreis, letzte 7 Tage 1428/61 (rki)
Gesamt Aktive Infektionen
Main Tauber: 3.095 (27.01., rki)
BaWü 249.892 (27.01., rki)
Deutschland 1.817.360 (27.01., rki)
TBB, Pat. auf Intensivstation/beatmet: 1/0 | 0/0 [26.01.]

Alle Details finden sie in den Corona-Informationen des Landes Baden-Württemberg. Angaben hier ohne Gewähr.

Weitere Kenndaten zu Corona im Main-Tauber Kreis finden Sie auch auf dieser Seite.

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Quellen:

Weitere Informationen rund um Covid-19 (Corona, SARS-CoV-2), auch im Main-Tauber Kreis, gibt es auf der Übersichtsseite zu Coronavirus in Großrinderfeld und Main-Tauber Kreis.
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Informationen zu Omikron in Deutschland finden Sie hier.