Auch in Baden-Württemberg kommt es nicht zu einer generellen Ausgangssperre. Statt dessen setzt das Land zur Eindämmung des Coronavirus auf eine weitere Reduzierung von Kontakten. Dies erklärte Ministerpräsident Kretschmann heute Nachmittag in seiner Pressekonferenz.

Kretschmann zeigte sich im großen und ganzen Zufrieden mit der Entwicklung am Wochenende: „Die bisherigen Maßnahmen wirken, die allermeisten Menschen halten sich mittlerweile an die strengen Vorgaben„. Aber: „Die Fallzahlen steigen nach wie vor weiter rasch, es zählt jeder Tag.“ Daher müsse man noch einmal Nachsteuern.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Ankündigung von Corona-Maßnahmen, hier bei der Pressekonferenz am 21. März (Bild: Landesregierung via YouTube)

Der Bund habe viele der bereits am Freitag in Baden-Württemberg ergriffenen Maßnahmen in das deutschlandweite Corona-Maßnahmenpaket aufgenommen. Daher gäbe es für Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg auch nur zwei Verschärfungen den Bestimmungen:

  1. In der Öffentlichkeit muss nun ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. „Bitte halten Sie sich daran, egal ob im Supermarkt beim Spazieren gehen, auf dem Wochenmarkt oder in der Straßenbahn.“ so Kretschmann.
  2. Nunmehr darf man nur noch zu zweit draußen unterwegs sein, nicht mehr zu dritt. Treffen im öffentlichen Raum mit mehr als zwei Personen sind also nicht erlaubt, außer für Familien.

Die verschäften Corona-Maßnahmen gelten ab morgen, also Montag, 23. März 2020, 0:00 Uhr. Dazu wird laut Kretschmann heute noch eine entsprechende Verordnung veröffentlicht werden (Vermutlich wieder eine Anpassung der Corona-Verordnung des Landes).

Sie haben zunächst eine Geltungsdauer von zwei Wochen. Danach wird sicherlich erneut die Situation bewertet werden. Auch das steht im Einklang mit der zwischen Bund und Ländern abgesprochenen Vorgehensweise.

Kretschmann warnte jedoch vor Ungeduld und appelliert an die Menschen im Ländle: „Die Wissenschaft sagt uns allerdings, es wird bis zu 14 Tage dauern, bis sich der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt. Bis dahin wird die Zahl der Infizierten leider weiter zunahmen. Das müssen wir einfach dann auch durchhalten. … Dann hoffen wir, dass sich die Kurve abflacht. Aber die Fachleute sagen uns, es hängt von unserem Verhalten ab, wie schwer das alles werden wird, deshalb bitte ich Sie, vermeiden Sie Kontakte, halten Sie Abstand – und wir halten alle in dieser schweren Zeit zusammen.

Übrigens: den Volltext der neuen Corona-Verordnung vom 22. März 2020 finden Sie auch bei uns.

Sehen Sie selbst

Hier geht es zum Video von der Pressekonferenz des Landes Baden-Württemberg.

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Zitate aus der Pressekonferenz

Der Vollständigkeit halber hier noch eine Sammlung interessanter Zitate…

„Die bisherigen Maßnahmen wirken, die allermeisten Menschen halten sich mittlerweile an die strengen Vorgaben. Auch beim Einkauf verhalten sich die Menschen diszipliniert. Darüber bin ich sehr froh und dankbar.“ „Die Fallzahlen steigen nach wie vor weiter rasch, es zählt jeder Tag.“

„Einigung nimmt die Baden-Württembergische Linie auf“.

„Die Bürgerinnen und Bürger müssen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

„Eigene Wohnung darf für alle unbedingt notwendigen Tätigkeiten verlassen werden (Arbeit, Einkauf, Sport und Bewegung)“

„Gastronomiebetriebe werden Bundesweit geschlossen, Essen darf aber weiterhin geliefert werden.“

„Verstöße werden nun in allen Ländern kontrolliert und bestraft.“

„Dienstleistungsbetrieb im Bereich der Körperpflege werden geschlossen.“

Neu sind:

„In der Öffentlichkeit muss nun ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Bitte halten Sie sich daran, egal ob im Supermarkt beim Spazieren gehen, auf dem Wochenmarkt oder in der Straßenbahn.“

Nunmehr darf man nur noch zu zweit draußen unterwegs sein, nicht mehr zu dritt. Treffen im öffentlichen Raum mit mehr als zwei Personen sind also nicht erlaubt, außer für Familien.

Alle Maßnahmen sollen zunächst eine Geltunsgdauer von 2 Wochen haben. Dann werden wir wieder zusammen beschließen, wie es weiter geht.“

„Auch die Wissenschaft hat diese Linie bestätigt.“

„Die heutige Eignung zeigt, Bund und Länder sind in der Lage Wirkungsvoll und abgestimmt zu handeln. Wir brauchen dies, um die schwere Krise meistern zu können“.