Großrinderfeld: Potential für Photovoltaikanlagen in der Freifläche

Symbolbild PV-Wiese (Foto: Pixabay/stuxx)

Großrinderfeld weist große Potentiale für PV-Freiflächenanlagen aus. Tatsächlich verfügen wir laut Klimaschutzkonzept des Kreises über gut 20% der geeigneten Flächen im Kreis. In konkreten Zahlen: 2,2ha sind gut geeignet.

Gerade da wir keine guten Standorte für Windkraft aufweisen, bietet sich hier eine interessante Alternative beim lokalen Klimaschutz.

Das Thema „Freiflächenanlagen“ kam auf der Veranstaltung zur Photovoltaik in Tauberbischofsheim auf. „Auch der Verdienst für Landwirte ist sehr attraktiv“ hieß es dort. Aus guten Äckern sollten allerdings keine PV-Anlagen werden. Das ist ein bekannter und ernstzunehmender Kritikpunkt. Wie es dazu konkret in Großrinderfeld aussieht, muss sicherlich noch ermittelt werden.

Auch die Gesetzgebung in Baden-Württemberg weist deutlich Schranken: Freiflächenanlagen  sind nur in einem Streifen von 110m seitlich der Autobahn erlaubt. Betrachtet man die Potentialkarte des Energieatlas für Baden-Württemberg, so sieht es da bei uns recht gut aus:

Potential Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Großrinderfeld
Potential Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Großrinderfeld (Energieatlas BaWü)

Die Karte stammt vom 03. November 2019 und stellt den zu dieser Zeit aktuellen Stand dar. Auch außerhalb der Autobahn-Randflächen ist eine Eignung angegeben, diese ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Allerdings: auf Großrinderfelder Gemarkung ist nahezu der gesamte Seitenbereich der Autobahn geeignet.

Vorteile auch für den Naturschutz

Interessant sind solche PV-Freiflächenanlagen übrigens auch aus Sicht des Naturschutzes: auf dem Bild oben sieht man eine Anlage über einer Blühwiese. Das fördert den Artenschutz. Eventuell erhalten Landwirte hierfür sogar noch zusätzliche Förderungen.

Thomas Uhland vom Solar-Cluster Baden-Württemberg wusste in TBB zu brichten, dass es bereits positive Erfahrungen bei Kombinationen aus Photovoltaik und Blühwiese gäbe. Damit bieten sich interessante Synergieeffekte. Niederstetten hat dieses Jahr einen entsprechenden Bebauungsplan auf den Weg gebracht [Bebauungsplan]. Die Anlage ist allerdings nicht unumstritten. Dazu trägt bei, dass sie nicht neben der Autobahn gebaut werden soll.

Konflikt mit SüdLink?

Zu beachten ist allerdings die „Wechselwirkung“ mit einem anderen Projekt der Energiewende. Momentan plant auch die  Stromtrasse „SüdLink“ in Großrinderfeld einen Verlauf neben der Autobahn. Dies könnte die Nutzbarkeit zumindest einer der Autobahn-Seitenstreifen einschränken.

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