Bürgermeister: Wie stehen Sie zur Transparenz gegenüber den Bürgern?

In den letzten Wochen hat die Gemeinde Schritte hin zu mehr Transparenz den Bürgern gegenüber unternommen. Wie stehen Sie zu dem Thema? Sollten z.B. die Protokolle der Ratssitzungen veröffentlicht werden?“– so lautete meine Frage auf der Informationsveranstaltung am 30. September in Gerchsheim.

Hier fasse ich die die Antworten der Kandidaten zusammen (mit Zitaten). Die Antworttexte sind bewusst nicht „schön“ umgeschrieben, da ich sie möglichst authentisch wiedergeben möchte. Mehr dazu und zur Idee der Artikelserie finden Sie hier.

Johannes Leibold

„Transparenz ist das Zauberwort“. Das erleben wir in den letzten Wochen bereits auf der Homepage der Gemeinde. Dort wurde z.B. mit der Fällung der Linden in Großrinderfeld sehr offen umgegangen. Man könnte auch einen Gemeinde-Blog einrichten. Wichtig sei dass „ganz klar von Vornherein gesagt wird, was Sache ist“. Dann gäbe es auch eine sinnvolle Diskussion. Die könnte man z.B. in einer „Bürgerversammlung“ auch tatsächlich führen.

Dr. Jörn Engstfeld

Die Protokolle der öffentlichen Gemeinderatssitzungen sollten veröffentlicht werden, beispielsweise auf der Homepage der Gemeinde. Für den nichtöffentlichen Teil gehe das natürlich nicht. „Wir haben viele Bürger, die den Durchblick haben“. Das muss man nutzen und sie in die Beratungen einbinden – bevor oder während Sitzungen stattfinden. „Ich halte den direkten Kontakt zum Bürger für wichtig, möchte ‚Bürgermeister zum anfassen“ sein“. Das sei wichtig und könne z.B. über Bürgersprechstunden realisiert werden.

Thomas König

„Ich bin ein großer Freund von Transparenz“. Dabei müsse man sich nicht auf die Protokolle der Gemeinderatssitzungen beschränken. Wichtiger sei es, bereits im Vorfeld die Sitzungsvorlagen, soweit möglich, zu veröffentlichen. Der Tagesordnungpunkt „Fragen von Anwohnern“ findet sich heute am Ende der Tagesordnung. Er sollte besser direkt zu Beginn stehen. So können die Bürger ihre Erfahrungen und Meinungen noch in die Diskussion des Gemeinderats einbringen.

Stefan Deckert

Nur „gemeinsames Miteinander“ löse Probleme. „Daher muss die Bevölkerung mit Informationen versorgt werden.“ Das Bürgermeisterbüro sollte jedem offen stehen. Die Homepage der Gemeinde sollte Informationen inklusive der Sitzungsprotokolle anbieten. Darüber hinaus könne und solle man auch über den Einsatz von Social Media nachdenken.

Zur Artikelserie

Hintergrund-Infos zur Artikelserie zur Bürgermeisterwahl Großrinderfeld selbst finden sich in einem eigenen Artikel.

 

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