Achtung: Internet-Betrüger rufen wieder an

Microsoft ruft an. Man melde sich, weil der Rechner des Angerufenen von einem Virus befallen sei. Gerne helfe man aber, das zu beheben. So die Masche einiger Internet-Betrüger. Momentan häufen sich die Anrufe wieder – zumindest bei mir.

Der wichtigste Ratschlag: so schnell wie möglich auflegen. Gar nicht diskutieren. Solche Anrufe von Microsoft gibt es nämlich überhaupt nicht. Genau so wenig wie von anderen Herstellern. Der Sinn der Anrufe besteht darin Schad- und Spionagesoftware auf dem Rechner zu installieren. Zum Beispiel um das Online-Banking auszuspähen. Große Vorsicht ist also angebracht!

Die Anrufe kommen vorgeblich von einer deutschen Rufnummer, oft mit „02“ beginnend. Auch diese Rufnummer ist gefälscht. Was die wenigsten Wissen: das fälschen der Rufnummer ist (unter gewissen Voraussetzungen) ganz einfach. Also bloss nicht auf die angezeigte Nummer verlassen! Sperren hilft übrigens auch nichts. Die Betrüger wechseln die Nummern häufig. Ganz perfide: es kann sich um echte Nummern handeln. Deren Besitzer haben (im Regelfall ;-)) gar nichts mit dem Betrug zu tun.

Ich habe mir übrigens heute den Spass erlaubt, ein wenig auf den Anruf einzugehen. Bei mir sprach der Anrufer englisch, allerdings, das habe ich gelernt, gibt es wohl auch Deutschsprachige! Also Vorsicht auch bei „deutschen Anrufern“. Nach ein bisschen Vorgeplänkel mit „schalten Sie den Rechner ein“ wurde ich zum „Senior Engineer“ geleitet. Der will dann den Rechner „säubern“ – und installiert dabei seine Schadsoftware.

Da ich nicht ganz so viel Zeit hatte, habe ich vorgegeben, einen MS-DOS 3.0 Rechner zu besitzen (Eingeweihte können sich vielleicht noch erinnern). Dadurch war das Gespräch recht schnell zu Ende. Ich wurde aber gefragt ob ich besser Deutsch oder Englisch spreche (er wollte es mir wohl nicht glauben…). Daher weiß ich, dass ein „deutsches Sprachteam“ existiert. An der Stelle habe ich dann aber abgebrochen.

Tipps zur Sicherheit im Internet gibt es auch bei mir. Geplant ist auch, dass wir in der Gemeinde „hin und wieder“ Vorträge zu dem Thema durchführen. Anfang des Jahres waren wir in Gerchsheim. Zuletzt gab es auch Infos auf dem Seniorennachmnittag in Schönfeld.