Volksbegehren Artenschutz – eine einsame Aktion?

Müssen die Baden-Württemberger alleine die Welt retten? Und kommen nur die auf so verrückte Ideen? Glaubt man manchem Kritiker, dann hat man diesen Eindruck. Stimmt aber nicht. Am bekanntesten dürfte noch das bayrische Volksbegehren sein. Mittlerweile erfolgreich abgeschlossen – mit einem passablen Kompromiss zwischen Befürwortern und Gegnern (aha – geht scheinbar!).

Das ist aber nur die Spitze eines Eisbergs! So läuft in Brandenburg ebenfalls ein entsprechendes Volksbegehren. Und das Bundeskabinett hat Anfang September das Aktionsprogramm Insektenschutz beschlossen. Die Forderungen, auch die der Bundesregierung, sind denen des Baden-Württembergischen nicht unähnlich.

Auch international tut sich einiges. Direkt mitwirken können wir bei der europäischen Bürgerinitiative „Bienen und Bauern retten. Eine europäische Initiative entspricht, sehr grob gesagt, einem unserer Volksbegehren. Unterschriften für „Bienen und Bauern retten“ werden ein Jahr lang vom 1. Oktober 2019 an gesammelt. Auch hier werde ich unterschreiben und bitte darum, es mir nach zu tun.

Außerhalb der EU gibt es beispielweise in der Schweiz einer Reihe von artenschutz-relevanten Initiativen [Übersichtsseite eines Bio-Verbands]. In Frankreich sind bereits Anfang dieses Jahres eine Reihe von Pflanzenschutzmitteln verboten wurden – aus Artenschutzgründen.

So ganz alleine und so ganz verrückt sind wir Badener und Württemberger mit unserem Volksbegehren wohl scheinbar doch nicht. Im Gegenteil: wir befinden uns in guter Gesellschaft. Schließlich ist das Problem auch weltweit ein Großes. Nachdem es nun Jahrzehnte bekannt ist und sich in dieser Zeit nur verschlimmert hat – muss nun endlich etwas passieren. Ein „einfach weiter so“ geht wirklich nicht mehr.

Wie Bayern gezeigt hat ist der Text eines Volksbegehrens dabei nicht unbedingt das, was sich genau so in den Gesetzen wiederfindet. Hier sei zu etwas Ruhe gemahnt. Diesen Aspekt diskutiere ich in meinem Artikel „Warum ich das Volksbegehren Artenschutz unterstütze“ – lesen Sie doch dort einfach einmal weiter.

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