Der heutige Polizeibericht meldet fünf Ereignisse aus dem Main-Tauber-Kreis.

Symbolbild Polizeibericht
Symbolbild „Polizeibericht“ (Grafik: Rainer Gerhards mittels KI)

Wertheim: Hoher Schaden nach Steinwurf auf Trafohäuschen

Sachschaden von rund 15.000 Euro verursachten Unbekannte am Mittwoch in Wertheim. Sie warfen mit Steinen auf ein Trafohäuschen „Am Knackenberg“ in einem unbebauten Gebiet. Zeugen, die Hinweise zur Tat geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09342 91890 bei der Polizei in Wertheim zu melden.

Bad Mergentheim: In Tankstellengelände gefahren

Ein 18-Jähriger fuhr am Dienstagabend mit seinem Mercedes AMG C63 S nicht auf dem normalen Weg auf das Gelände einer Tankstelle in Bad Mergentheim. Der Mann war gegen 22:15 Uhr vermutlich mit nicht angepasster Geschwindigkeit unterwegs und fuhr durch die Grünanlage des Geländes in der Wilhelm-Frank-Straße. Dabei beschädigte er mit seinem Fahrzeug eine beleuchtete Werbesäule und ein Reifenfüllsystem. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ist unbekannt. Am Mercedes entstand ein Schaden von rund 15.000 Euro, er war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Das Mobiltelefon des 18-Jährigen wurde beschlagnahmt. Er muss nun mit einer Anzeige rechnen.

Bad Mergentheim: Raub im Schlosspark

Ein 27-Jähriger wurde am Mittwochabend im Bad Mergentheimer Schlosspark beraubt und dabei verletzt. Der Mann befand sich gegen 20:15 Uhr auf einer Grasfläche im vorderen Bereich, als zwei Personen ihn aufforderten Bargeld auszuhändigen. Als er dies verneinte, griffen die Täter ihn mit Pfefferspray an und schlugen auf ihn ein. Sie entwendeten sein Mobiltelefon, ein Tablet sowie Bargeld und flüchteten. Der 27-Jährige blieb verletzt zurück und wurde durch Zeugen aufgefunden. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Männer werden als circa 20 Jahre alt beschrieben. Einer der Beiden soll schlank gewesen sein und trug ein weißes Oberteil sowie eine Jeans. Der zweite Täter soll beleibter gewesen sein und trug dunkle Kleidung. Zeugen konnten beobachten, dass die Täter über den Badweg und die Poststraße in Richtung Bahnhof flüchteten. Weitere Personen, die Hinweise zum Raub geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09341 810 beim Kriminalkommissariat Tauberbischofsheim zu melden.

Kriminalpolizei Tauberbischofsheim: Intensive Ermittlungen führen in drei Fällen zu Tatverdächtigen

Betrugsdelikte beschäftigen die Bevölkerung und damit auch die Polizei in vielfältiger Form. Ob über Telefon, Messenger-Dienste, das Internet oder im direkten persönlichen Kontakt – die Täterinnen und Täter nutzen unterschiedliche Wege und entwickeln ihre Vorgehensweisen stetig weiter. Ziel ist dabei häufig, das Vertrauen ihrer Opfer auszunutzen und sie zur Herausgabe von Geld, persönlichen Daten oder anderen Vermögenswerten zu bewegen.

Für das Polizeipräsidium Heilbronn ist die Bekämpfung von Betrugsdelikten daher ein wichtiges Handlungsfeld. Dabei beschränkt sich die Arbeit längst nicht auf die Prävention. Mit gezielten Maßnahmen informiert und sensibilisiert die Polizei die Bevölkerung über aktuelle Betrugsmaschen und gibt Hinweise, wie sich Bürgerinnen und Bürger schützen können. Gleichzeitig setzen die Ermittlerinnen und Ermittler alles daran, Straftaten aufzuklären, Tatverdächtige zu identifizieren und diese konsequent strafrechtlich zu verfolgen.

Dem Kriminalkommissariat Tauberbischofsheim ist dies im Zusammenhang mit Betrugsdelikten in den vergangenen Wochen in drei Fällen gelungen.

Mit der Masche, dass eine angebliche Einbrecherbande in Werbach unterwegs sei und die Wertsachen einer Seniorin gesichert werden müssen, erbeuteten zunächst Unbekannte Bargeld und Schmuck. Durch intensive Ermittlungen sowie der Auswertung von Spuren und digitalen Beweismitteln konnte ein polnischer Tatverdächtiger identifiziert werden.

Eine Frau steht im dringenden Verdacht eine Seniorin in Bad Mergentheim um Gold und mehrere tausend Euro gebracht zu haben. Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion führten zu der polnischen Tatverdächtigen, die als Abholerin fungierte und in Bayern festgenommen werden konnten. Zuvor hatte sich ein Anrufer als Arzt ausgegeben und der Seniorin suggeriert, dass ihr Sohn an Krebs erkrankt sei und nun Geld für eine sofortige Behandlung notwendig wäre. Durch geschickte Gesprächsführung brachte der Anrufer die Frau dazu ihre Wertsachen an die Abholerin zu übergeben.

Zudem gab es noch einen dritten Ermittlungserfolg des Kriminalkommissariats Tauberbischofsheim im Zusammenhang mit einem falschen Bankmitarbeiter. Dieser brachte eine Seniorin dazu ihre Bankkarten sowie die zugehörigen PIN herauszugeben, sodass mehrere Abbuchungen von ihrem Konto erfolgten. Ein Bulgare, der Verfügungen mit einer der Karten vorgenommen hatte, konnte in kurzer Zeit identifiziert und einen Tag später festgenommen werden.

In allen drei Fällen führten die intensiven Ermittlungen des Kriminalkommissariats Tauberbischofsheim der Kriminalpolizeidirektion Heilbronn zur Identifizierung und Festnahme der Tatverdächtigen. Da die Personen teilweise auch mit weiteren Straftaten in Zusammenhang stehen und es sich um laufende Ermittlungsverfahren handelt, können derzeit keine näheren Angaben gemacht werden.

Quelle: Pressemitteilung der Polizei Heilbronn; Pressemitteilung der Polizei Heilbronn