Einsatz von Mailinglisten bei Bürgerinitiativen…

Mailing-Listen sind eine tolle Sache. Schnell und spontan kann man damit viele Menschen erreichen. Außerdem ist eine Diskussion untereinander möglich – wenn das gewünscht ist. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel bei Themen wie Windkraft oder der Müllverbrennung im A81.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Facebook, WhatsApp und Co geraten Mailing-Listen leider immer mehr in Vergessenheit. Dabei bieten sie nach wie vor eine exzellente Alternative, gerade auch im Hinblick auf Datenschutzaspekte (ich gebe zu, die Diskussion um die DSGVO hat mich auch zum Artikel inspiriert).

Eine Mailing-Liste ist vergleichbar mit einer WhatsApp-Gruppe. Sie hat aber eine Reihe von Vorteilen:

  • es muss nicht jedes Mitglied WhatsApp haben – jedem steht es frei, beliebige Clients einzusetzen (Nachtrag: ich kann WhatsApp eh nicht mehr empfehlen).
  • Mail kann man mittlerweile überall lesen – nicht nur auf Mobiltelefon und Tablett. Man kann vom PC aus auch umfangreiche Gedanken ganz leicht formulieren.
  • Mailing-Listen sind verhältnismäßig datensparsam; je nach Einstellungen der Liste kann (außer dem Betreiber) auch niemand erkennen, wer daran teilnimmt. Damit ist die Liste auch und gerade für Ankündigungen an eine größere Unterstützergruppe gut geeignet.
  • die bekannten großen Datenkraken haben keinen unmittelbaren Zugriff; lediglich dann, wenn ein Teilnehmer deren Mail-Dienst nutzt. Selbst dann bleiben die anderen Teilnehmer i.d.R. nicht sichtbar.
  • in der internen Diskussion kann niemand vergessen werden – passiert sonst gerne, wenn mit ellenlangen „CC-Listen“ per Mail gearbeitet wird.
  • Die Teilnehmer müssen nicht ihre Telefonnummer allgemein bekannt geben.
  • als Teilnehmer kann ich eine eigens dafür eingerichtete Mail-Adresse (z.B. bei GMX) verwenden – meine eigentlichen Mail-Adresse muss also auch nicht bekannt sein.
  • Mail wird von den Providern (relativ) zuverlässig gegen Spam und Viren geschützt (aufpassen muss man aber trotzdem).
  • Je nach Einstellung der Liste kann man sich selbst ein- und austragen. Das geht auch über Web-Formulare (gut für Ankündigunslisten!).

Einziger Nachteil: man benötigt einen Mail-Server. Den kann man teilweise aber auch für relativ kleines Geld mieten. Einige Organisationen  bieten Mailing-Listen auch kostenlos an (da verliert man aber wieder etwas beim Datenschutz).

Ich betreibe meine Mailing-Listen selbst, von daher hat da auch niemand anderes Zugang. In Zeiten der DSGVO sollte man allerdings auf ein paar Feinheiten achten. Aber das ist ja nun überall so…

 

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