Der Jugendhilfeausschuss des Main-Tauber-Kreises hat vor kurzem im Landratsamt getagt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem ein aktueller Bericht der Kreisverwaltung über die Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Vollzeitpflegefamilien sowie ein Rückblick auf die Kinder- und Jugendhilfe für das Jahr 2025 und ein Ausblick auf das Jahr 2026.

In der Sitzung wurde Dekanin Renate Meixner als stellvertretendes beratendes Mitglied des Ausschusses bestellt.
Den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses wurden außerdem in einem aktuellen Bericht der Verwaltung die Maßnahmen des Jugendamtes Main-Tauber-Kreis vorgestellt, mit denen Vollzeitpflegefamilien gewonnen und langfristig gebunden werden sollen. Hierzu zählen beispielsweise Werbemaßnahmen mit Plakaten und Flyern an Schulen, in Kindergärten und Kinderarztpraxen, Veröffentlichungen in Amts- und Gemeindeblättern sowie Postings auf Social-Media-Plattformen. Angeboten werden zudem Online- und Präsenz-Informationsveranstaltungen für interessierte Familien. Um Pflegefamilien mittel- und langfristig zu binden, wurde die Betreuung der Pflegefamilien durch das Jugendamt intensiviert und den Pflegeeltern ein Fortbildungsangebot unterbreitet.
Des Weiteren berichtete die Kreisverwaltung den Ausschussmitgliedern über die Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2025 und gab einen Ausblick auf das Jahr 2026. Dem Bericht zufolge haben sich im Jahr 2025 die Bedarfe für wirtschaftliche und pädagogische Leistungen der Jugendhilfe heterogen entwickelt. Auch bei den Aufgaben der Jugendhilfe werden differenzierte Entwicklungen verzeichnet. Deutlich wurde zudem, dass für eine angemessene Aufgabenwahrnehmung durch den Landkreis als öffentlicher Träger der Jugendhilfe eine stetige Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern unabdingbar ist.
Die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses haben ferner den Ergebnisreport der Evangelischen Hochschule Nürnberg über die Befragung der Kindertageseinrichtungen im Main-Tauber-Kreis im Jahr 2025 zur Kenntnis genommen. Grundlage war eine detaillierte Befragung der Kita-Leitungen zu den Problemlagen der von ihnen betreuten Kinder. An der Befragung im April 2025 haben zwölf der 18 Kommunen des Main-Tauber-Kreises teilgenommen. Aufgrund der regen Teilnahme konnten durch die Befragung in der Altersgruppe von drei bis sechs Jahren circa 93 Prozent der Kindergartenkinder des Main-Tauber-Kreises abgedeckt werden. Der Ergebnisreport ermöglicht es der Verwaltung sowie den Trägern der Einrichtungen, auf die aktuellen Betreuungserfordernisse zu reagieren.
Vorgestellt wurde im Gremium zudem der Bericht des Verfahrenslotsen in der Eingliederungshilfe für junge Menschen mit einer Behinderung. Bis zur geplanten Reformierung der gesetzlichen Regelungen im Januar 2028 nimmt der Verfahrenslotse für junge Menschen, eine unterstützende Funktion wahr, insbesondere, um Leistungen der Eingliederungshilfe geltend zu machen. Hierzu nimmt der Verfahrenslotse Einzelfallberatungen von jungen Menschen und ihren Familien vor und wird gegenüber Kooperationspartnern der Eingliederungshilfe sowie gegenüber der Landkreisverwaltung unterstützend und beratend tätig.
Unter www.main-tauber-kreis.de/buergerinfoportal-kreistag können die Beschlussvorlagen zur Sitzung und in Kürze auch die Beschlüsse eingesehen werden.
